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Beihilfe & PKV · Land Hamburg

Beihilfe für Beamte in Hamburg

Stand: Juli 2026 · Maßgeblich ist die jeweilige Beihilfeverordnung des Landes.

Hamburg war 2018 das erste Bundesland mit pauschaler Beihilfe — und rechnet beim Beihilfesatz nach dem Standardmodell. Was das ZPD erstattet, welchen Anteil Deine PKV übernimmt und ob die pauschale Beihilfe für Dich passt: hier kompakt und ehrlich.

Der Vorreiter: Hamburg hat die pauschale Beihilfe 2018 als erstes Bundesland eingeführt — inzwischen sind neun weitere Länder gefolgt. Für Dich heißt das: Du hast die Wahl zwischen klassischer und pauschaler Beihilfe. Und genau diese Wahl will gut gerechnet sein, denn sie ist in der Regel unwiderruflich.
Die Bemessungssätze

Was das Land Hamburg erstattet

Hamburg folgt dem Standardmodell. Dein persönlicher Satz richtet sich nach Status, Familienstand und Kindern.

PersonengruppeBeihilfesatzAnmerkung
Aktive Beamte50 %Regelsatz ohne bzw. mit einem berücksichtigungsfähigen Kind
Aktive Beamte ab 2 Kindern70 %ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern
Ehe-/Lebenspartner70 %nur unterhalb der Einkommensgrenze
Berücksichtigungsfähige Kinder80 %solange im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig
Versorgungsempfänger70 %im Ruhestand
Dein persönlicher Satz in 30 Sekunden: Der Beihilferechner ermittelt Deinen Bemessungssatz nach Hamburger Recht. Verbindlich ist die Hamburgische Beihilfeverordnung in der aktuellen Fassung.
Beihilfestelle & pauschale Beihilfe

Das ZPD — und die pauschale Wahl

Für die Landesbeschäftigten bearbeitet das Zentrum für Personaldienste (ZPD) Hamburg mit seinen Fachbereichen Beihilfe die Anträge. Als Vorreiter bietet Hamburg die pauschale Beihilfe — einen Zuschuss von 50 % zum Beitrag einer gesetzlichen oder privaten Vollversicherung.

  • Einbahnstraße: Die Wahl der pauschalen Beihilfe ist in der Regel unwiderruflich — nie ohne Vergleichsrechnung entscheiden.
  • Für wen sinnvoll? Eher für Beamte mit vielen in der GKV familienversicherten Angehörigen oder mit Vorerkrankungen.
  • Für junge, gesunde Beamte ist die Kombination aus Beihilfe und beihilfekonformer PKV meist deutlich günstiger.
Pauschale Beihilfe im Detail
50 %trägt das Land als Beihilfe für aktive Beamte — mindestens.
2018führte Hamburg als erstes Land die pauschale Beihilfe ein.
japauschale Beihilfe als Wahlmöglichkeit — meist unwiderruflich.
ab 80 €im Monat kostet die PKV im Anwärtertarif.
Feinheiten, die zählen

Kostendämpfungspauschale & Einkommensgrenze

Zwei Details, die über die tatsächliche Erstattung entscheiden — und die viele erst im Leistungsfall bemerken.

Kostendämpfungspauschale

Hamburg erhebt keine Kostendämpfungspauschale. Deine Beihilfe wird also nicht um einen jährlichen Eigenanteil gekürzt — anders als etwa in Rheinland-Pfalz oder im Saarland. Zusammen mit der pauschalen Beihilfe als Wahlmöglichkeit macht das Hamburg zu einem der flexibelsten Länder.

Einkommensgrenze für den Ehepartner

Dein Ehe- oder Lebenspartner erhält nur dann Beihilfe über Dich, wenn der Gesamtbetrag seiner Einkünfte unter der landesrechtlichen Grenze liegt (maßgeblich ist meist der Steuerbescheid des vorletzten Jahres). Die Grenzen wurden 2026 vielerorts angehoben und reichen bundesweit grob von 12.000 € bis rund 24.700 €. Den für Hamburg geltenden Wert prüfen wir mit Dir im Beamten-Check.

Häufige Fragen

Beihilfe Hamburg — kurz beantwortet

Wie hoch ist die Beihilfe in Hamburg?
Hamburg folgt dem Standardmodell: aktive Beamte 50 %, ab zwei Kindern 70 %, Ehe- und Lebenspartner 70 % (unterhalb der Einkommensgrenze), Kinder 80 %, Versorgungsempfänger 70 %. Maßgeblich ist die Hamburgische Beihilfeverordnung in der aktuellen Fassung.
Gibt es in Hamburg die pauschale Beihilfe?
Ja — Hamburg war 2018 das erste Bundesland mit pauschaler Beihilfe. Sie ist ein Zuschuss von 50 % zum Beitrag einer gesetzlichen oder privaten Krankenvollversicherung. Die Wahl ist in der Regel unwiderruflich und sollte nie ohne Vergleichsrechnung getroffen werden.
Wer bearbeitet in Hamburg die Beihilfe?
Das Zentrum für Personaldienste (ZPD) Hamburg mit seinen Fachbereichen Beihilfe. Rechnungen reichst Du dort ein und erhältst Deinen Bemessungssatz erstattet.
Hanseatisch gut beraten.

Klassisch oder pauschal? Wir rechnen es ehrlich durch.

Der kostenlose Beamten-Check ordnet Deine Situation nach dem in Hamburg geltenden Recht ein — verständlich, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck. Bundesweit digital.

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Rechtsgrundlage & Antrag in Hamburg

So läuft die Beihilfe in Hamburg konkret

Rechtsgrundlage ist die Hamburgische Beihilfeverordnung (HmbBeihVO). Seit Februar 2025 sind in Hamburg keine Beihilfeanträge per E-Mail mehr möglich — nur noch über die App „dBeihilfePlus“, per Post oder persönlich beim ZPD.

Zuständig ist das Zentrum für Personaldienste (ZPD).

Kostenlos zum Mitnehmen: Alle Eckdaten zur Beihilfe in Hamburg — Bemessungssätze, zuständige Stelle, Antragsweg und Rechtsgrundlage — als Spickzettel auf einer Seite. Ohne Anmeldung, direkt als PDF. Spickzettel als PDF

Weitere kostenlose Unterlagen für Anwärter und Referendare findest Du im Downloadbereich.

Was verdienst Du im Vorbereitungsdienst in Hamburg?

Der Anwärtergrundbetrag liegt in Hamburg im mittleren Dienst bei 1.556,18 € im Monat. Alle Eingangsämter, die zuständige Bezügestelle und was nach Steuer und PKV-Beitrag übrig bleibt, findest Du unter Anwärterbezüge Hamburg.

Und noch ein Punkt, der Deine Bezüge betrifft: Hamburg will die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts mit einer neuen jährlichen Sonderzahlung erfüllen. Den Sachstand findest Du unter amtsangemessene Alimentation in Hamburg.

Andere Bundesländer

Beihilfe in den Nachbarländern von Hamburg

Die Beihilfe ist Ländersache: Bemessungssätze, Kostendämpfungspauschale und die Möglichkeit der pauschalen Beihilfe unterscheiden sich von Land zu Land. Wer den Dienstherrn wechselt, sollte das vorher prüfen.

Alle 16 Länder im direkten Vergleich findest Du unter Beihilfe & PKV nach Bundesland. Steht ein Wechsel an? Dann lies Dienstherrenwechsel: was sich ändert.