PKV oder GKV als Beamtenanwärter: Die 5 Fakten, die Ihre Entscheidung einfach machen
Kein Arbeitgeberzuschuss, mindestens 50 % Beihilfe, Anwärtertarife ab ca. 40 € — die Weichenstellung vor der Ernennung.
Asthma, Rückenleiden, eine zurückliegende Psychotherapie — und schon scheint die Tür zur PKV zu? Nicht für Beamte. Über die Öffnungsaktion nehmen viele private Krankenversicherer Beamtenanfänger auch mit Vorerkrankungen auf: ohne Leistungsausschlüsse und mit gedeckeltem Risikozuschlag. Entscheidend ist, die kurze Frist nicht zu verpassen.
Normalerweise entscheidet bei einem PKV-Antrag die Gesundheitsprüfung: Der Versicherer kann Zuschläge verlangen, Leistungen ausschließen — oder den Antrag komplett ablehnen. Für Beamtenanfänger gibt es eine bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel. Sie heißt Öffnungsaktion, ist wenig bekannt und kann für Menschen mit Vorerkrankungen den Unterschied zwischen „PKV unmöglich" und „PKV zu fairen Konditionen" ausmachen.
Die Öffnungsaktion ist eine Selbstverpflichtung vieler privater Krankenversicherer gegenüber Beamtenanfängern und Beamtenanwärtern: Die teilnehmenden Gesellschaften verpflichten sich, Berufsanfänger im Beamtenverhältnis in beihilfekonforme Tarife aufzunehmen — auch dann, wenn Vorerkrankungen bestehen, die im normalen Antragsverfahren zu einer Ablehnung führen könnten.
Der Hintergrund: Beamte sind auf die Kombination aus Beihilfe und privater Restkostenversicherung angewiesen — die GKV kennt für sie keinen Arbeitgeberzuschuss. Damit auch gesundheitlich vorbelastete Beamte diesen Weg gehen können, hat sich die Branche auf erleichterte Aufnahmebedingungen verständigt. Nicht jede Gesellschaft nimmt teil, aber viele große Beamtenversicherer sind dabei.
Die Selbstverpflichtung umfasst im Kern drei Zusagen:
Zum Vergleich: Im regulären Antragsverfahren sind Zuschläge nach oben offen, Ausschlüsse üblich und Ablehnungen jederzeit möglich. Die Öffnungsaktion kehrt die Machtverhältnisse für einen kurzen Zeitraum um — deshalb ist das Zeitfenster so wertvoll.
Die Öffnungsaktion richtet sich an Berufsanfänger im Beamtenverhältnis — also insbesondere:
Nicht gedacht ist die Aktion dagegen für langjährige Beamte, die lediglich die Gesellschaft wechseln möchten, oder für freiwillig gesetzlich versicherte Beamte, die sich Jahre nach der Ernennung umentscheiden. Die Details regeln die teilnehmenden Gesellschaften — auch deshalb lohnt es sich, die Auswahl der Gesellschaft nicht dem Zufall zu überlassen: Beitrag, Leistungsniveau und Beitragsstabilität unterscheiden sich zwischen den Teilnehmern erheblich. Eine Übersicht der Tarifwelt für Beamte finden Sie auf unserer Seite PKV für Beamte.
Der Weg in die PKV über die Öffnungsaktion ist unspektakulär — wenn man die Reihenfolge einhält:
Die Öffnungsaktion ist das Sicherheitsnetz — sie muss aber nicht automatisch die beste Lösung sein. Bei leichteren Vorerkrankungen nimmt eine Gesellschaft Sie im regulären Verfahren womöglich ganz ohne Zuschlag oder mit weniger als 30 % an. Ob das realistisch ist, klärt eine anonyme Risikovoranfrage:
Die kluge Strategie kombiniert beides: erst anonym den Markt testen, dann bewusst entscheiden — reguläre Annahme beim besten Anbieter oder Öffnungsaktion mit garantierten Konditionen. Beides zusammen funktioniert aber nur, solange die 6-Monats-Frist noch läuft.
Wie die PKV für Beamte grundsätzlich funktioniert — von der Beihilfeergänzung bis zur Tarifwahl — lesen Sie auf unserer Themenseite PKV für Beamte.
Kein Arbeitgeberzuschuss, mindestens 50 % Beihilfe, Anwärtertarife ab ca. 40 € — die Weichenstellung vor der Ernennung.
Zehn Länder zahlen wahlweise einen pauschalen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag. Verlockend — aber unwiderruflich.
Im kostenlosen Beamten-Check klären wir diskret, welche Gesellschaften Sie zu welchen Konditionen annehmen — ohne Spuren, ohne Verpflichtung, rechtzeitig vor Ablauf Ihrer Frist.
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