Während des aktiven Dienstes übernimmt Ihr Dienstherr Ihre Krankheitskosten zu 100 Prozent — bequemer geht es kaum. Doch die freie Heilfürsorge hat ein Ablaufdatum: Mit der Pensionierung endet sie, und Sie wechseln in die Beihilfe. Wer diesen Wechsel nicht früh vorbereitet, zahlt später drauf. Die Lösung ist klein, günstig und heißt Anwartschaft.
Die (freie) Heilfürsorge ist eine besondere Form der Krankenversorgung: Der Dienstherr trägt die Kosten für Krankheit, Vorsorge und Heilbehandlung während des aktiven Dienstes zu 100 Prozent — ohne dass Sie eine eigene Krankenversicherung für diese Zeit benötigen.
Der Hintergrund: In gefahrgeneigten Berufen wie dem Polizei- oder Feuerwehrdienst hat der Staat ein besonderes Interesse an der Gesundheit und Einsatzfähigkeit seiner Beamten — und stellt die Versorgung deshalb komplett selbst sicher.
Die Heilfürsorge endet mit dem aktiven Dienst. Als Versorgungsempfänger wechseln Sie in das Beihilfesystem — und müssen den Rest Ihrer Krankheitskosten selbst versichern. Genau hier entsteht das Problem.
Die Heilfürsorge trägt 100 % Ihrer Krankheitskosten. Eine eigene Krankenversicherung für diese Zeit brauchen Sie nicht — viele schließen deshalb jahrzehntelang keine ab.
Mit dem Ruhestand endet die Heilfürsorge. Als Versorgungsempfänger erhalten Sie Beihilfe — in der Regel 70 % Ihrer beihilfefähigen Krankheitskosten.
Die restlichen rund 30 % müssen privat versichert werden. Dafür brauchen Sie eine beihilfekonforme private Restkostenversicherung — die Sie erst jetzt abschließen, wenn Sie nicht vorgesorgt haben.
Einstieg in die PKV mit 60+ Jahren, ohne Alterungsrückstellungen, mit dem dann aktuellen Gesundheitszustand: Das wird extrem teuer — Vorerkrankungen können Zuschläge oder Erschwernisse bedeuten.
Mit einer Anwartschaftsversicherung reservieren Sie sich heute die Konditionen, zu denen Sie später in die private Restkostenversicherung wechseln — ohne während der Dienstzeit den vollen Beitrag zu zahlen. Es gibt sie in zwei Stufen:
Sichert Ihren heutigen Gesundheitszustand: Beim späteren Wechsel in den Volltarif findet keine neue Gesundheitsprüfung statt — Erkrankungen, die während der Dienstzeit hinzukommen, können Ihnen den Einstieg nicht mehr verbauen.
Kosten: meist nur wenige Euro im Monat.
Sichert den Gesundheitszustand und baut zusätzlich Alterungsrückstellungen auf: Beim Wechsel in den Volltarif werden Sie beitragsmäßig so gestellt, als wären Sie schon seit Abschluss der Anwartschaft versichert — Ihr Eintrittsalter bleibt eingefroren.
Kosten: je nach Alter und Tarif von wenigen Euro bis zu einem niedrigen zweistelligen Betrag im Monat.
„Der Staat zahlt ja alles" — für die Krankenversorgung im aktiven Dienst stimmt das. Drei Dinge nimmt Ihnen die Heilfürsorge aber nicht ab:
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