Was kostet Dich die freiwillige GKV als Beamter wirklich?
Der Klassiker unter den Beamten-Irrtümern: „Die GKV kostet doch überall das Gleiche." Falsch — als Beamter zahlst Du den vollen Beitrag in der Regel allein, ohne Arbeitgeberanteil. Stell Deine Bezüge ein und sieh live, wie der Vergleich mit einem beihilfekonformen PKV-Tarif ausgeht.
Deine Angaben
Über 10 Jahre sind das ca. 0 €.
Warum Beamte in der GKV den vollen Beitrag zahlen
- Hast Du überhaupt einen Beihilfeanspruch?Ja — der RegelfallDein Dienstherr übernimmt einen festen Prozentsatz Deiner Krankheitskosten. Weiter mit Schritt 2.Nein — freie HeilfürsorgePolizei, Feuerwehr und Justizvollzug in einigen Ländern: Der Dienstherr trägt die Kosten vollständig. Dann geht es nicht um GKV oder PKV, sondern um eine Anwartschaft für die Zeit danach.
- Bietet Dein Bundesland die pauschale Beihilfe an?Nein — beim Bund und in 5 LändernBund, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland; Schleswig-Holstein nur für bestimmte Gruppen. Bleibst Du gesetzlich versichert, zahlst Du den Beitrag allein — es gibt keinen Arbeitgeberanteil. Die beihilfekonforme PKV ist dann fast immer günstiger.Ja — in 10 LändernDer Dienstherr zahlt stattdessen einen Zuschuss zur freiwilligen gesetzlichen Versicherung. Weiter mit Schritt 3. Welche Länder das sind, steht unter Beihilfe nach Bundesland.
- Sprechen Deine persönlichen Umstände für die GKV?Eher jaMehrere Kinder, ein Partner ohne eigenes Einkommen oder erhebliche Vorerkrankungen. In der GKV sind Familienangehörige beitragsfrei mitversichert, und es gibt keine Gesundheitsprüfung. Dann lohnt der Blick auf die pauschale Beihilfe.Eher neinLedig oder Doppelverdiener, gesund, Wert auf Leistungsniveau. Dann ist die beihilfekonforme PKV in aller Regel sowohl günstiger als auch leistungsstärker.
- Die Entscheidung ist in der Regel endgültigEinmal pauschal, immer pauschalWer sich für die pauschale Beihilfe entscheidet, kann in der Regel nicht mehr zurück in die klassische Beihilfe mit PKV. Deshalb ist das keine Entscheidung für einen Nachmittag.Rechne es durch, bevor Du wählstDer Rechner oben auf dieser Seite zeigt Dir die Größenordnung beim Beitrag, das PKV-Wunschprofil die Leistungsseite. Beides ersetzt kein Gespräch, aber es schafft eine Grundlage.
Der Rechner bildet die Besonderheit ab, die viele Beamte erst auf der ersten Beitragsrechnung entdecken: In der gesetzlichen Kasse gibt es für Dich keinen Arbeitgeberanteil.
Kein Arbeitgeberanteil — die Rechnung ohne Netz
Angestellte teilen sich den GKV-Beitrag mit ihrem Arbeitgeber. Beamte nicht: Der Dienstherr beteiligt sich an Krankheitskosten über die Beihilfe — und die wirkt als Kostenerstattung nur in der PKV-Welt. Wer als Beamter freiwillig gesetzlich versichert bleibt, zahlt deshalb den kompletten Beitrag aus eigener Tasche:
- Krankenversicherung ca. 16,9 %: ermäßigter Beitragssatz 14,0 % (Beamte haben keinen Krankengeldanspruch, § 243 SGB V) plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag von ca. 2,9 % (Stand 2026).
- Pflegeversicherung 1,8 %: Beihilfeberechtigte zahlen den halben Beitragssatz, weil die Beihilfe die andere Hälfte der Pflegeleistungen trägt (§ 55 Abs. 1 SGB XI). Kinderlose ab 23 zahlen zusätzlich 0,6 Prozentpunkte.
- Bemessung bis zur Beitragsbemessungsgrenze: Bezüge oberhalb von ca. 5.812,50 €/Monat bleiben beitragsfrei — darunter steigt der Beitrag mit jeder Besoldungserhöhung mit.
Die Ausnahme: pauschale Beihilfe
Zehn Bundesländer (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) bieten die pauschale Beihilfe an: Statt der individuellen Kostenerstattung zahlt der Dienstherr 50 % Deines Krankenversicherungsbeitrags als Zuschuss — 2026 gedeckelt bei ca. 508,59 € im Monat. Der Rechner zeigt Dir diese Variante als eigenen Balken.
Die Annahmen hinter dem Rechner
Keine Blackbox: Mit diesen Werten (Stand 2026, ca.-Angaben) rechnet dieser Vergleich.
| Rechengröße | Angesetzter Wert | Anmerkung |
|---|---|---|
| GKV-Beitragssatz Krankenversicherung | ca. 16,9 % | 14,0 % ermäßigter Satz (ohne Krankengeldanspruch) + ca. 2,9 % durchschnittlicher Zusatzbeitrag (kassenabhängig) |
| Pflegeversicherung | 1,8 % | halber Satz für Beihilfeberechtigte, zzgl. 0,6 Prozentpunkte Zuschlag für Kinderlose ab 23 Jahren; Abschläge ab dem zweiten Kind nicht gerechnet |
| Beitragsbemessungsgrenze (KV/PV) | ca. 5.812,50 €/Monat | Bezüge darüber bleiben beitragsfrei |
| Arbeitgeberanteil | 0 € | Beamte tragen den GKV-Beitrag allein — kein Arbeitgeberzuschuss |
| Pauschale Beihilfe | 50 %, max. ca. 508,59 €/Monat | nur in 10 Bundesländern, Entscheidung i. d. R. unwiderruflich |
| PKV-Beitrag | Deine Schätzung | tarif-, alters- und gesundheitsabhängig — echter Wert nur per Angebot |
GKV oder PKV — kurz beantwortet
Warum zahlt mein Dienstherr in der GKV nichts dazu?
Macht die pauschale Beihilfe die GKV für Beamte attraktiv?
Wie realistisch ist der voreingestellte PKV-Beitrag?
Mach aus der Schätzung einen echten Vergleich.
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