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Für Anwärter, Referendare & Kommissaranwärter

PKV für Beamtenanwärter: volle Leistung ab ca. 80 € im Monat

Mit dem ersten Tag Deines Vorbereitungsdienstes gelten neue Spielregeln: Dein Dienstherr beteiligt sich über die Beihilfe an Deinen Krankheitskosten — aber nur, wenn Du die Weichen richtig stellst. Für die allermeisten Anwärter ist die private Krankenversicherung mit speziellem Anwärtertarif die klar bessere Wahl.

Das Wichtigste in Kürze (Stand: Oktober 2026)
  • Musst Du in die PKV? Nein. Mit der Ernennung bist Du in der GKV aber versicherungsfrei und zahlst dort den Beitrag ohne Zuschuss allein. Mit Beihilfe und Anwärtertarif ist die PKV deshalb fast immer günstiger. Ausnahmen: freie Heilfürsorge und die pauschale Beihilfe in zehn Ländern. Die Regeln im Detail.
  • Beamtenanwärter erhalten in der GKV keinen Arbeitgeberzuschuss — den vollen Beitrag zahlst Du in der Regel allein (Ausnahme: pauschale Beihilfe in einigen Ländern).
  • In der PKV beteiligt sich Dein Dienstherr über die Beihilfe mit mindestens 50 % an Deinen Krankheitskosten.
  • Spezielle Anwärtertarife kosten je nach Alter, Gesellschaft und Leistungsumfang oft ab ca. 80 € im Monat — bei Leistungen über GKV-Niveau (Stand 2026).
  • Rechenbeispiel Bund, gehobener Dienst: freiwillige GKV rund 356 € im Monat — zehn geprüfte Anwärtertarife kosteten im selben Musterfall 80,61 € bis 145,46 € (jeweils inklusive Pflege). So ist gerechnet.
  • Für die allermeisten Anwärter ist die PKV mit Anwärtertarif deshalb die günstigere und leistungsstärkere Wahl — je früher der Einstieg, desto besser die Konditionen.
  • Im Test 2026: Bei den Anwärtertarifen vergab die WirtschaftsWoche am 30.09.2026 achtmal „exzellent“: vorn die Barmenia (108,77 €), am günstigsten die HanseMerkur (76,80 €). Nur DBV und Signal Iduna nehmen an der Öffnungsaktion teil. Was das Ranking für Dich bedeutet.
Kurz erklärt im Video

PKV vor der Verbeamtung — in 50 Sekunden erklärt

Amtsarzt geschafft, jetzt fehlt nur noch die private Krankenversicherung. Am Beispiel von Lena (24, ausgedachte Person) zeigt das Video, wo die Fallen liegen und in welcher Reihenfolge wir vorgehen.

50 Sekunden, mit Ton. Untertitel über das CC-Symbol im Player. Musterfall mit ausgedachter Person, allgemeine Information, keine individuelle Beratung.

Die vier Schritte aus dem Video

  1. Beihilfe plus Anwärtertarif. Die Beihilfe zahlt beim Bund und in den meisten Ländern die Hälfte Deiner Krankheitskosten, die PKV den Rest, im Anwärtertarif oft ab rund 80 € im Monat. So ist gerechnet.
  2. Nichts weglassen. Was der Antrag abfragt, gehört hinein, auch eine Physiotherapie wegen des Rückens. Wer etwas verschweigt, riskiert später den Versicherungsschutz.
  3. Erst anonym anfragen. Mit einer anonymen Risikovoranfrage siehst Du vorher, welche Versicherer Dich zu welchen Bedingungen annehmen, ohne dass Dein Name fällt.
  4. Sicherheitsnetz Öffnungsaktion. In den ersten sechs Monaten nach der Verbeamtung keine Ablehnung und höchstens 30 % Zuschlag, bei den teilnehmenden Versicherern. Die Öffnungsaktion im Detail.
Das Video zum Nachlesen

Amtsarzt geschafft? Glückwunsch! Jetzt nur noch die private Krankenversicherung …

… und genau hier lauern die Fallen. Welche Gesellschaft? Welcher Tarif? Komm ich mit Vorerkrankungen überhaupt rein? Und was ist mit der Öffnungsklausel?

Dafür brauchst Du einen Profi. So lösen wir das – am Beispiel von Lena, 24.

Die Beihilfe zahlt die Hälfte, die PKV den Rest – im Anwärtertarif oft ab rund 80 Euro.

Lena war wegen ihres Rückens in Behandlung. Weglassen? Auf keinen Fall – sonst wackelt der Schutz.

Also fragen wir erst anonym an. Und als Sicherheitsnetz: die Öffnungsklausel – sechs Monate ab Ernennung, keine Ablehnung, maximal 30 Prozent Zuschlag.

Erst der Plan, dann der Tarif. Mach Deinen Beamten-Check auf beamten-starter.de.

Gut zu wissen: „Öffnungsklausel“ ist der umgangssprachliche Name der Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer. Die Aktion gilt nur bei den teilnehmenden Gesellschaften, die Frist beginnt mit der Ernennung (Aushändigung der Urkunde oder ein darin genannter späterer Tag). Die Hälfte gilt beim Bund und in den meisten Ländern, Hessen zahlt Anwärtern 70 % Beihilfe.

Die Ausgangsfrage

Muss ich als Beamtenanwärter in die PKV?

Nein, eine Pflicht zur PKV gibt es nicht. Krankenversichert sein musst Du aber — und mit der Ernennung ändern sich die Regeln so, dass die gesetzliche Kasse für die meisten Anwärter deutlich teurer wird als ein Anwärtertarif.

In der GKV versicherungsfrei

Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf mit Anspruch auf Beihilfe bist Du in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Eine Pflichtversicherung mit Arbeitgeberanteil wie im Angestelltenverhältnis gibt es nicht mehr.

Ohne Entscheidung bleibst Du freiwillig gesetzlich versichert

Endet die Versicherungspflicht, führt Dich Deine Krankenkasse automatisch als freiwilliges Mitglied weiter. Austreten kannst Du innerhalb von zwei Wochen nach ihrem Hinweis auf die Austrittsmöglichkeit — wirksam nur mit Nachweis einer anderen Absicherung, etwa der PKV (§ 188 Abs. 4 SGB V).

Abgesichert sein musst Du trotzdem

Für den Teil Deiner Krankheitskosten, den die Beihilfe nicht trägt, gilt die allgemeine Pflicht zur Krankenversicherung (§ 193 Abs. 3 VVG). Ob Du sie mit einem Anwärtertarif in der PKV oder freiwillig in der GKV erfüllst, entscheidest Du.

Wie viel zahlt die Beihilfe für Dich als Anwärter?

DienstherrBeihilfe für Dich — und was Deine PKV abdeckt
Bund und die meisten Länder50 % Beihilfe, PKV 50 %; ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 % Beihilfe, PKV 30 %
Hessen70 % Beihilfe für Anwärter und Referendare, PKV 30 %
Sachsenohne Kind 50 %, mit einem Kind 70 %, ab zwei Kindern 90 % Beihilfe — PKV entsprechend 50, 30 oder 10 %
Dienst mit freier Heilfürsorge (je nach Land z. B. Polizei und Feuerwehr)keine Beihilfe für Dich selbst, der Dienstherr trägt die Kosten der Krankenbehandlung — keine Vollversicherung nötig; eine Anwartschaft sichert den späteren Einstieg

Beihilfesätze nach den Beihilfevorschriften des Bundes und der Länder — die Einzelheiten je Land stehen in der Bundesland-Übersicht, Deinen Satz rechnet der Beihilferechner aus. Pauschale Beihilfe: In zehn Ländern (BW, BE, BB, HB, HH, MV, NI, SN, ST, TH) kannst Du statt der Beihilfe einen Zuschuss zur Krankenversicherung wählen — in der Regel unwiderruflich, in Sachsen-Anhalt nur als widerruflicher Zuschuss zur freiwilligen GKV. Wer ihn wählt, kann die Öffnungsaktion nicht mehr nutzen (Pauschale Beihilfe erklärt).

Was kostet das im Vergleich? Ein Rechenbeispiel

Musterfall: Anwärter beim Bund, gehobener Dienst, Jahrgang 2000, kinderlosIm Monat
Freiwillige GKV auf den Anwärtergrundbetrag von 1.846,85 €: 16,9 % Krankenversicherung (ermäßigter Satz 14,0 % plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 %) = 312,12 €, dazu 2,4 % Pflegeversicherung (halber Satz 1,8 % für Beihilfeberechtigte plus 0,6 % Kinderlosenzuschlag) = 44,32 €rund 356 €
PKV-Anwärtertarif mit 50 % Beihilfe, inklusive Pflegepflichtversicherung — günstigster der zehn geprüften Tarife80,61 €
PKV-Anwärtertarif — teuerster der zehn geprüften Tarife145,46 €

So gerechnet: GKV-Werte für 2026 laut Bundesgesundheitsministerium — Beamte haben keinen Krankengeldanspruch, deshalb gilt der ermäßigte Satz; der Zusatzbeitrag Deiner Kasse kann abweichen. Pflege: Beitragssatz 3,6 %, für Beihilfeberechtigte die Hälfte (§ 55 Abs. 1 SGB XI). Familienzuschlag und weitere Einnahmen erhöhen den GKV-Beitrag. Anwärtergrundbetrag des Bundes ab 1. Mai 2026 (Abschlag unter Vorbehalt, siehe Anwärterbezüge). PKV-Beiträge aus zwei eigenen Vergleichsanalysen vom 13.08.2026 für denselben Musterfall (Beginn 09/2026), ohne Risikozuschläge; die zehn Gesellschaften findest Du weiter unten einzeln. Dein Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Dienstherr und Tarif ab — Deine eigenen Zahlen zeigt der GKV-PKV-Rechner.

Die Ausgangslage

Warum ist die PKV für Anwärter meist die bessere Wahl?

  1. Beamter auf WiderrufVorbereitungsdienstKeine Versorgung. Bei Dienstunfähigkeit folgt in der Regel die Entlassung.
  2. Beamter auf Probemeist 3 JahreVersorgung erst nach 5 Dienstjahren — vorher nur Nachversicherung in der Rente.
  3. Beamter auf Lebenszeitab ErnennungVoller Anspruch auf die amtsunabhängige Mindestversorgung.
  4. RuhestandPensionRuhegehalt von maximal 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge.
Der Versorgungsanspruch entsteht nicht mit der Verbeamtung, sondern erst nach fünf Dienstjahren als Beamtin oder Beamter auf Probe beziehungsweise auf Lebenszeit. Wer im Vorbereitungsdienst oder in der Probezeit dienstunfähig wird, wird in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Genau diese erste Phase ist die gefährlichste — und die, in der fast niemand abgesichert ist. Deshalb gehört die Dienstunfähigkeitsversicherung an den Anfang der Laufbahn.

Drei Fakten erklären, warum sich die Rechnung für Beamtenanwärter grundlegend von der eines Angestellten unterscheidet.

Kein Arbeitgeberzuschuss in der GKV

Als Angestellter zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des GKV-Beitrags. Für Beamtenanwärter gibt es diesen Zuschuss nicht: Wer freiwillig gesetzlich versichert bleibt, trägt den vollen Beitrag in der Regel allein — je nach Bundesland mit Ausnahme der pauschalen Beihilfe.

Beihilfe zahlt mindestens 50 %

In der PKV beteiligt sich Dein Dienstherr über die Beihilfe mit mindestens 50 % an Deinen Krankheitskosten. Du versicherst privat nur noch den Rest — und genau dafür sind die Beiträge entsprechend niedrig.

Spezielle Anwärtertarife

Für die Zeit der Ausbildung bieten die Versicherer eigene Anwärtertarife: volle Leistungen, oft ab rund 80 € im Monat — je nach Alter, Gesellschaft und Leistungsumfang. Das ist meist deutlich weniger als der volle GKV-Beitrag.

Ernennung schon nächste Woche? Dann reicht der normale Weg nicht mehr. Über die PKV-Express-Beratung rufen wir innerhalb von 60 Minuten zurück und stellen den Antrag innerhalb von 3 Stunden digital beim Versicherer, mit Vertragsbeginn zum Ernennungstag.
Der direkte Vergleich

GKV oder PKV — was heißt das für Dich als Anwärter?

Dieselbe Person, zwei völlig unterschiedliche Rechnungen. So sieht der Vergleich in den meisten Fällen aus.

Freiwillige GKV als Anwärter

  • Voller Beitrag allein: Ohne Arbeitgeberzuschuss zahlst Du den kompletten GKV-Beitrag in der Regel aus eigener Tasche.
  • Beihilfe verpufft: Deinen Anspruch auf mindestens 50 % Kostenbeteiligung des Dienstherrn nutzt Du in der klassischen GKV nicht.
  • Beitrag steigt mit den Bezügen: Der GKV-Beitrag ist einkommensabhängig — mit jeder Besoldungserhöhung zahlst Du mehr.
  • Gesetzlicher Leistungskatalog: Leistungen können per Gesetz angepasst werden; Wahlleistungen wie Chefarzt oder Einbettzimmer sind nicht enthalten.

PKV mit Anwärtertarif

  • Dienstherr zahlt mit: Die Beihilfe übernimmt mindestens 50 % Deiner Krankheitskosten — Du versicherst nur den Rest.
  • Ab ca. 80 € im Monat: Anwärtertarife sind für die Ausbildungszeit stark reduziert — bei vollen tariflichen Leistungen.
  • Leistungen über GKV-Niveau: Je nach Tarif z. B. Heilpraktiker, hochwertige Zahnleistungen, Ein-/Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung.
  • Vertraglich garantiert: Was im Tarif steht, gilt — Leistungskürzungen per Gesetz wie in der GKV gibt es hier nicht.
KriteriumFreiwillige GKVPKV mit Anwärtertarif
Beteiligung des DienstherrnKein Zuschuss — Du zahlst den vollen Beitrag selbstBeihilfe übernimmt mindestens 50 % der Kosten
BeitragshöheEinkommensabhängiger MindestbeitragGünstiger Anwärtertarif, oft ab rund 80 € im Monat
LeistungsniveauGesetzlicher RegelkatalogPrivate Leistungen, z. B. freie Arztwahl
GesundheitsprüfungKeineJa — vorab lohnt eine anonyme Risikovoranfrage
Nach dem VorbereitungsdienstSpäterer PKV-Wechsel mit erneuter GesundheitsprüfungNahtloser Übergang in den regulären Beamtentarif
Rechnen statt raten: Was die freiwillige GKV Dich konkret kosten würde und was ein Anwärtertarif dagegen setzt, zeigt Dir unser GKV-PKV-Vergleichsrechner in unter einer Minute.
So läuft die Aufnahme

Wie kommst Du in den Anwärtertarif?

Die PKV ist keine Pflichtversicherung — der Versicherer prüft Deinen Gesundheitszustand. Mit der richtigen Reihenfolge nimmst Du diesem Schritt das Risiko.

Bedarf klären

Bundesland, Laufbahn, Familienplanung, Wunschleistungen: Wir klären zuerst, welche Tarifwelt überhaupt zu Dir passt.

Anonyme Risikovoranfrage

Vorerkrankungen? Wir fragen anonym bei mehreren Gesellschaften an, wer Dich zu welchen Konditionen annimmt — der personenbezogene Antrag folgt erst, wenn ein Ergebnis passt. Als Sicherheitsnetz bleibt die Öffnungsaktion: Aufnahme garantiert, Zuschlag höchstens 30 %. Bist Du bei der Verbeamtung schwanger, stellst Du den Antrag ausdrücklich über die Öffnungsaktion; einen Zuschlag wegen der Schwangerschaft darf es nicht geben. Was Anwärterinnen und Referendarinnen dabei beachten müssen, steht im Ratgeber PKV für Beamtinnen.

Gesundheitsprüfung

Erst wenn das beste Angebot feststeht, stellst Du den Antrag. Die Gesundheitsfragen beantworten wir gemeinsam — vollständig und wahrheitsgemäß, das schützt Dich später.

Start zur Ernennung

Der Vertrag beginnt passend zum ersten Tag Deines Vorbereitungsdienstes. Um Fristen, Bescheinigungen und die Abstimmung mit der Beihilfestelle kümmern wir uns.

Wichtig: Stell nie „auf gut Glück" irgendwo einen PKV-Antrag. Eine Ablehnung musst Du in späteren Anträgen angeben — sie verschlechtert Deine Ausgangslage dauerhaft. Die anonyme Risikovoranfrage vermeidet genau das. Womit Du rechnen musst, siehst Du vorher: Der Fragen-Explorer zeigt alle Gesundheitsfragen im Klartext.
Der richtige Zeitpunkt

Wann solltest Du Dich kümmern? Vor der Ernennung, nicht danach

Mit der Ernennung zum Beamten auf Widerruf endet in der Regel Deine Versicherungspflicht in der GKV. Genau in diesem Moment entscheidest Du: pragmatisch weiter freiwillig gesetzlich — oder mit Beihilfe und Anwärtertarif in die PKV. Wir haben beide Wege mit Zahlen gegenübergestellt: PKV oder GKV als Anwärter?

  • Vor der Ernennung vergleichen: Wer sich erst nach dem ersten Arbeitstag kümmert, entscheidet unter Zeitdruck — und zahlt womöglich Monate lang den vollen GKV-Beitrag.
  • Junge, gesunde Antragsteller erhalten in der Regel die besten Annahmekonditionen. Jedes Jahr Warten kann die Aufnahme schwieriger oder teurer machen.
  • Ideal: 2–3 Monate Vorlauf vor dem Dienstantritt. Dann bleibt Zeit für Voranfragen, Tarifvergleich und einen sauberen Start zum Stichtag.
Jetzt Weichen stellen →
Hinweis zu Alterungsrückstellungen: Anwärtertarife sind so günstig, weil in der Ausbildungszeit in der Regel noch keine oder nur geringe Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Der Aufbau dieser Rücklagen für das Alter beginnt üblicherweise erst mit dem Wechsel in den Volltarif nach der Ernennung auf Probe oder Lebenszeit. Das ist kein Nachteil — aber gut zu wissen, wenn Du Angebote vergleichst.
Nach der Ausbildung: Aus dem Anwärtertarif wechselst Du beim selben Versicherer in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung in den regulären Beihilfetarif — Frist und Umfang dieses Umstellungsrechts regeln die Tarifbedingungen. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an eine Gesellschaft zu wählen, deren Volltarife ebenfalls überzeugen — genau das prüfen wir für Dich mit. Was Dich beitragsseitig nach der Anwärterzeit erwartet, liest Du unter PKV-Beitrag nach dem Referendariat.
Häufige Fragen

PKV für Anwärter — kurz beantwortet

Was kostet die PKV als Beamtenanwärter wirklich?
Je nach Alter, Bundesland, Gesellschaft und Leistungsumfang liegen Anwärtertarife häufig ab rund 80 € im Monat — mit vollen tariflichen Leistungen. In unserem Musterfall (Bund, 50 % Beihilfe, Jahrgang 2000) kosteten zehn geprüfte Anwärtertarife 80,61 € bis 145,46 € inklusive Pflege. Zum Vergleich: In der freiwilligen GKV zahlst Du den vollen einkommensabhängigen Beitrag allein — im selben Musterfall rund 356 € im Monat. Die konkrete Gegenüberstellung liefert unser GKV-PKV-Rechner.
Muss ich als Beamtenanwärter privat krankenversichert sein?
Nein. Mit der Ernennung bist Du in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V) und kannst wählen: freiwillig gesetzlich versichert bleiben oder mit Beihilfe und Anwärtertarif in die PKV gehen. Versichert sein musst Du in jedem Fall — für den Teil der Kosten, den die Beihilfe nicht trägt, gilt die allgemeine Pflicht zur Krankenversicherung (§ 193 Abs. 3 VVG). In der GKV zahlst Du den Beitrag ohne Zuschuss allein, außer Du wählst in einem der zehn Länder mit pauschaler Beihilfe diesen Zuschuss.
Was passiert, wenn ich mich bei der Ernennung um nichts kümmere?
Dann führt Dich Deine Krankenkasse automatisch als freiwilliges Mitglied weiter — mit dem vollen Beitrag ohne Zuschuss. Austreten kannst Du innerhalb von zwei Wochen nach dem Hinweis der Kasse auf die Austrittsmöglichkeit, wirksam nur mit Nachweis einer anderen Absicherung (§ 188 Abs. 4 SGB V). Parallel läuft ab Beginn des Beamtenverhältnisses die Sechs-Monats-Frist der Öffnungsaktion, die für Dich wichtig ist, falls Vorerkrankungen bestehen.
Brauche ich als Polizei- oder Feuerwehranwärter eine PKV?
Wenn Dein Dienstherr Dir freie Heilfürsorge gewährt, brauchst Du für Dich selbst keine Krankenvollversicherung. Sinnvoll ist eine Anwartschaftsversicherung für die Zeit nach der Heilfürsorge — über die Öffnungsaktion innerhalb von sechs Monaten ab Beginn des Heilfürsorgeanspruchs, nicht erst nach dem Ende der aktiven Dienstzeit. Ob Du Heilfürsorge oder Beihilfe bekommst, hängt von Land und Laufbahn ab; Details auf unserer Seite Heilfürsorge.
Ich habe Vorerkrankungen — bekomme ich trotzdem einen Anwärtertarif?
Oft ja. Die Gesellschaften bewerten Vorerkrankungen sehr unterschiedlich. Über eine anonyme Risikovoranfrage klären wir vorab, welche Versicherer Dich annehmen und zu welchen Konditionen — bevor ein personenbezogener Antrag gestellt wird. So vermeidest Du das Risiko einer unnötigen personenbezogenen Ablehnung.
Was passiert mit meinem Anwärtertarif nach der Ausbildung?
Mit der Ernennung auf Probe oder Lebenszeit wechselst Du beim selben Versicherer in der Regel ohne neue Gesundheitsprüfung in den regulären beihilfekonformen Volltarif; Fristen und Einzelheiten regeln die Tarifbedingungen. Ab dann beginnt in der Regel auch der Aufbau der Alterungsrückstellungen, die Deinen Beitrag im Alter stabilisieren. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Beamte.
Kann ich später noch von der GKV in die PKV wechseln?
Grundsätzlich ist der Wechsel als Beamter auch später möglich — aber mit jedem Jahr steigen Eintrittsalter und damit meist der Beitrag, und der Gesundheitszustand wird erneut geprüft. Der günstigste und einfachste Einstieg ist in aller Regel der Start als Anwärter. Deshalb: vor der Ernennung vergleichen, nicht Jahre danach.
Ramon Heinze, Berater und Spezialist für Beamtenversicherungen
Über den Autor

Ramon Heinze

Berater der NWF Finanz Consulting · Spezialist für Beamtenversicherungen · Osnabrück

Seit 2016 in der Versicherungsbranche — ausgebildet bei der Debeka, einem der größten Versicherer im Beamtenbereich. Dort hat er das Beamtensegment von Grund auf gelernt und daraus seine Konsequenz gezogen: Wer an eine einzelne Gesellschaft gebunden ist, kann nicht für jeden Kunden die passende Lösung finden. Heute berät er als Versicherungsmakler ohne Anbieterbindung Beamte, Anwärter und Referendare — bundesweit.

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Für die Region gibt es eine eigene Seite: Versicherungen für Referendare und Anwärter in Osnabrück — mit den Anwärterbezügen für Niedersachsen und dem Punkt, der in dieser Grenzregion oft übersehen wird: Die pauschale Beihilfe gibt es beim Land Niedersachsen, beim Land Nordrhein-Westfalen nicht.