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Für Anwärter, Referendare & Kommissaranwärter

PKV für Beamtenanwärter: volle Leistung ab ca. 80 € im Monat

Mit dem ersten Tag Deines Vorbereitungsdienstes gelten neue Spielregeln: Dein Dienstherr beteiligt sich über die Beihilfe an Deinen Krankheitskosten — aber nur, wenn Du die Weichen richtig stellst. Für die allermeisten Anwärter ist die private Krankenversicherung mit speziellem Anwärtertarif die klar bessere Wahl.

Das Wichtigste in Kürze
  • Beamtenanwärter erhalten in der GKV keinen Arbeitgeberzuschuss — den vollen Beitrag zahlst Du in der Regel allein (Ausnahme: pauschale Beihilfe in einigen Ländern).
  • In der PKV beteiligt sich Dein Dienstherr über die Beihilfe mit mindestens 50 % an Deinen Krankheitskosten.
  • Spezielle Anwärtertarife kosten je nach Alter, Gesellschaft und Leistungsumfang oft ab ca. 80 € im Monat — bei Leistungen über GKV-Niveau (Stand 2026).
  • Für die allermeisten Anwärter ist die PKV mit Anwärtertarif deshalb die günstigere und leistungsstärkere Wahl — je früher der Einstieg, desto besser die Konditionen.
Die Ausgangslage

Warum die PKV für Anwärter fast immer gewinnt

  1. Beamter auf WiderrufVorbereitungsdienstKeine Versorgung. Bei Dienstunfähigkeit folgt in der Regel die Entlassung.
  2. Beamter auf Probemeist 3 JahreVersorgung erst nach 5 Dienstjahren — vorher nur Nachversicherung in der Rente.
  3. Beamter auf Lebenszeitab ErnennungVoller Anspruch auf die amtsunabhängige Mindestversorgung.
  4. RuhestandPensionRuhegehalt von maximal 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge.
Der Versorgungsanspruch entsteht nicht mit der Verbeamtung, sondern erst nach fünf Dienstjahren als Beamtin oder Beamter auf Probe beziehungsweise auf Lebenszeit. Wer im Vorbereitungsdienst oder in der Probezeit dienstunfähig wird, wird in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Genau diese erste Phase ist die gefährlichste — und die, in der fast niemand abgesichert ist. Deshalb gehört die Dienstunfähigkeitsversicherung an den Anfang der Laufbahn.

Drei Fakten erklären, warum sich die Rechnung für Beamtenanwärter grundlegend von der eines Angestellten unterscheidet.

Kein Arbeitgeberzuschuss in der GKV

Als Angestellter zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des GKV-Beitrags. Für Beamtenanwärter gibt es diesen Zuschuss nicht: Wer freiwillig gesetzlich versichert bleibt, trägt den vollen Beitrag in der Regel allein — je nach Bundesland mit Ausnahme der pauschalen Beihilfe.

Beihilfe zahlt mindestens 50 %

In der PKV beteiligt sich Dein Dienstherr über die Beihilfe mit mindestens 50 % an Deinen Krankheitskosten. Du versicherst privat nur noch den Rest — und genau dafür sind die Beiträge entsprechend niedrig.

Spezielle Anwärtertarife

Für die Zeit der Ausbildung bieten die Versicherer eigene Anwärtertarife: volle Leistungen, oft ab rund 80 € im Monat — je nach Alter, Gesellschaft und Leistungsumfang. Das ist meist deutlich weniger als der volle GKV-Beitrag.

Lieber persönlich sprechen? In einem kostenlosen 15-Minuten-Erstgespräch klären wir Deine Ausgangslage — unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.

Was verdienst Du überhaupt im Vorbereitungsdienst? Mit unserem Anwärterbezüge nach Bundesland und im Anwärterbezüge-Rechner schätzt Du Deine Bezüge — und siehst sofort, wie viel vom Gehalt nach GKV- oder PKV-Beitrag übrig bleibt. Was Dein Tarif können soll, klärst Du am schnellsten im PKV-Wunschprofil — inklusive der Anwärterbeiträge aus einer echten Auswertung.

Welche Zuschüsse schenkt Dir der Staat? Der Fördercheck für Beamte zeigt Riester-Zulagen, vermögenswirksame Leistungen und Sparzulagen für Anwärter — vieles davon gibt es nur auf Antrag.
Der direkte Vergleich

GKV oder PKV — was heißt das für Dich als Anwärter?

Dieselbe Person, zwei völlig unterschiedliche Rechnungen. So sieht der Vergleich in den meisten Fällen aus.

Freiwillige GKV als Anwärter

  • Voller Beitrag allein: Ohne Arbeitgeberzuschuss zahlst Du den kompletten GKV-Beitrag in der Regel aus eigener Tasche.
  • Beihilfe verpufft: Deinen Anspruch auf mindestens 50 % Kostenbeteiligung des Dienstherrn nutzt Du in der klassischen GKV nicht.
  • Beitrag steigt mit den Bezügen: Der GKV-Beitrag ist einkommensabhängig — mit jeder Besoldungserhöhung zahlst Du mehr.
  • Gesetzlicher Leistungskatalog: Leistungen können per Gesetz angepasst werden; Wahlleistungen wie Chefarzt oder Einbettzimmer sind nicht enthalten.

PKV mit Anwärtertarif

  • Dienstherr zahlt mit: Die Beihilfe übernimmt mindestens 50 % Deiner Krankheitskosten — Du versicherst nur den Rest.
  • Ab ca. 80 € im Monat: Anwärtertarife sind für die Ausbildungszeit stark reduziert — bei vollen tariflichen Leistungen.
  • Leistungen über GKV-Niveau: Je nach Tarif z. B. Heilpraktiker, hochwertige Zahnleistungen, Ein-/Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung.
  • Vertraglich garantiert: Was im Tarif steht, gilt — Leistungskürzungen per Gesetz wie in der GKV gibt es hier nicht.
Rechnen statt raten: Was die freiwillige GKV Dich konkret kosten würde und was ein Anwärtertarif dagegen setzt, zeigt Dir unser GKV-PKV-Vergleichsrechner in unter einer Minute.
So läuft die Aufnahme

In vier Schritten in den Anwärtertarif

Die PKV ist keine Pflichtversicherung — der Versicherer prüft Deinen Gesundheitszustand. Mit der richtigen Reihenfolge nimmst Du diesem Schritt das Risiko.

Bedarf klären

Bundesland, Laufbahn, Familienplanung, Wunschleistungen: Wir klären zuerst, welche Tarifwelt überhaupt zu Dir passt.

Anonyme Risikovoranfrage

Vorerkrankungen? Wir fragen anonym bei mehreren Gesellschaften an, wer Dich zu welchen Konditionen annimmt — ohne dass Dein Name in zentralen Systemen auftaucht. Als Sicherheitsnetz bleibt die Öffnungsaktion: Aufnahme garantiert, Zuschlag höchstens 30 %.

Gesundheitsprüfung

Erst wenn das beste Angebot feststeht, stellst Du den Antrag. Die Gesundheitsfragen beantworten wir gemeinsam — vollständig und wahrheitsgemäß, das schützt Dich später.

Start zur Ernennung

Der Vertrag beginnt passend zum ersten Tag Deines Vorbereitungsdienstes. Um Fristen, Bescheinigungen und die Abstimmung mit der Beihilfestelle kümmern wir uns.

Wichtig: Stell nie „auf gut Glück" irgendwo einen PKV-Antrag. Eine Ablehnung kann in Wagnisdateien vermerkt werden und spätere Anträge erschweren. Die anonyme Risikovoranfrage vermeidet genau das. Womit Du rechnen musst, siehst Du vorher: Der Fragen-Explorer zeigt alle Gesundheitsfragen im Klartext.
Der richtige Zeitpunkt

Die Weichen stellst Du vor der Ernennung — nicht danach

Mit der Ernennung zum Beamten auf Widerruf endet in der Regel Deine Versicherungspflicht in der GKV. Genau in diesem Moment entscheidest Du: pragmatisch weiter freiwillig gesetzlich — oder mit Beihilfe und Anwärtertarif in die PKV.

  • Vor der Ernennung vergleichen: Wer sich erst nach dem ersten Arbeitstag kümmert, entscheidet unter Zeitdruck — und zahlt womöglich Monate lang den vollen GKV-Beitrag.
  • Junge, gesunde Antragsteller erhalten in der Regel die besten Annahmekonditionen. Jedes Jahr Warten kann die Aufnahme schwieriger oder teurer machen.
  • Ideal: 2–3 Monate Vorlauf vor dem Dienstantritt. Dann bleibt Zeit für Voranfragen, Tarifvergleich und einen sauberen Start zum Stichtag.
Jetzt Weichen stellen
Hinweis zu Alterungsrückstellungen: Anwärtertarife sind so günstig, weil in der Ausbildungszeit in der Regel noch keine oder nur geringe Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Der Aufbau dieser Rücklagen für das Alter beginnt üblicherweise erst mit dem Wechsel in den Volltarif nach der Ernennung auf Probe oder Lebenszeit. Das ist kein Nachteil — aber gut zu wissen, wenn Du Angebote vergleichst.
Nach der Ausbildung: Aus dem Anwärtertarif wechselst Du beim selben Versicherer ohne erneute Gesundheitsprüfung in den regulären Beihilfetarif. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an eine Gesellschaft zu wählen, deren Volltarife ebenfalls überzeugen — genau das prüfen wir für Dich mit. Was Dich beitragsseitig nach der Anwärterzeit erwartet, liest Du unter PKV-Beitrag nach dem Referendariat.
Häufige Fragen

PKV für Anwärter — kurz beantwortet

Was kostet die PKV als Beamtenanwärter wirklich?
Je nach Alter, Bundesland, Gesellschaft und Leistungsumfang liegen Anwärtertarife häufig ab rund 80 € im Monat — mit vollen tariflichen Leistungen. Zum Vergleich: In der freiwilligen GKV zahlst Du den vollen einkommensabhängigen Beitrag in der Regel allein. Die konkrete Gegenüberstellung liefert unser GKV-PKV-Rechner.
Ich habe Vorerkrankungen — bekomme ich trotzdem einen Anwärtertarif?
Oft ja. Die Gesellschaften bewerten Vorerkrankungen sehr unterschiedlich. Über eine anonyme Risikovoranfrage klären wir vorab, welche Versicherer Dich annehmen und zu welchen Konditionen — ohne Spuren in zentralen Systemen und ohne das Risiko einer dokumentierten Ablehnung.
Was passiert mit meinem Anwärtertarif nach der Ausbildung?
Mit der Ernennung auf Probe oder Lebenszeit wechselst Du beim selben Versicherer ohne neue Gesundheitsprüfung in den regulären beihilfekonformen Volltarif. Ab dann beginnt in der Regel auch der Aufbau der Alterungsrückstellungen, die Deinen Beitrag im Alter stabilisieren. Mehr dazu auf unserer Seite PKV für Beamte.
Kann ich später noch von der GKV in die PKV wechseln?
Grundsätzlich ist der Wechsel als Beamter auch später möglich — aber mit jedem Jahr steigen Eintrittsalter und damit meist der Beitrag, und der Gesundheitszustand wird erneut geprüft. Der günstigste und einfachste Einstieg ist in aller Regel der Start als Anwärter. Deshalb: vor der Ernennung vergleichen, nicht Jahre danach.
Ramon Heinze, Versicherungsmakler und Spezialist für Beamtenversicherungen
Über den Autor

Ramon Heinze

Versicherungsmakler · Spezialist für Beamtenversicherungen · Osnabrück

Seit 2016 in der Versicherungsbranche — ausgebildet bei der Debeka, einem der größten Versicherer im Beamtenbereich. Dort hat er das Beamtensegment von Grund auf gelernt und daraus seine Konsequenz gezogen: Wer an eine einzelne Gesellschaft gebunden ist, kann nicht für jeden Kunden die passende Lösung finden. Heute berät er als Versicherungsmakler ohne Anbieterbindung Beamte, Anwärter und Referendare — bundesweit.

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Auf einen Blick

GKV oder PKV im Vorbereitungsdienst

KriteriumFreiwillige GKVPKV mit Anwärtertarif
Beteiligung des DienstherrnKein Zuschuss — Du zahlst den vollen Beitrag selbstBeihilfe übernimmt mindestens 50 % der Kosten
BeitragshöheEinkommensabhängiger MindestbeitragGünstiger Anwärtertarif, oft ab rund 80 € im Monat
LeistungsniveauGesetzlicher RegelkatalogPrivate Leistungen, z. B. freie Arztwahl
GesundheitsprüfungKeineJa — vorab lohnt eine anonyme Risikovoranfrage
Nach dem VorbereitungsdienstSpäterer PKV-Wechsel mit erneuter GesundheitsprüfungNahtloser Übergang in den regulären Beamtentarif
Kein fester Tarif, sondern Orientierung: Beiträge hängen vom Anbieter und Deinem Gesundheitszustand ab. Deinen konkreten Vergleich bekommst Du im GKV-PKV-Rechner oder im Beamten-Check.
Kurz vor dem Start? Unsere Checkliste vor dem Referendariat führt Dich in vier Phasen durch alles, was vor der Ernennung zu erledigen ist — GKV-Austritt, PKV-Antrag, Beihilfestelle und Fristen, inklusive Gratis-Musterschreiben.
Beim Bund kommt es auf die Laufbahn an: Zollanwärterinnen und Zollanwärter bekommen Beihilfe und brauchen deshalb von Tag eins eine eigene PKV — anders als die Bundespolizei, die freie Heilfürsorge erhält. Für Steuer- und Finanzanwärter, die allgemeine Verwaltung und Rechtsreferendare gelten jeweils eigene Regeln.
Kostenlose Unterlagen für Anwärter: Checkliste der ersten 30 Tage, Musterschreiben für den Wechsel aus der gesetzlichen Kasse und zehn Fragen, die Du jedem Vermittler stellen solltest — alles als PDF, ohne Anmeldung. Zu den Downloads
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Einzelne Gesellschaft im Blick? Zehn Anwärtertarife haben wir einzeln geprüft — sachlich, mit Musterfall-Beiträgen: Debeka HUK-Coburg Barmenia DBV (AXA) Signal Iduna HanseMerkur ARAG Bayerische Beamtenkrankenkasse R+V Hallesche

Vorbereitungsdienst im Raum Osnabrück?

Für die Region gibt es eine eigene Seite: Versicherungen für Referendare und Anwärter in Osnabrück — mit den Anwärterbezügen für Niedersachsen und dem Punkt, der in dieser Grenzregion oft übersehen wird: Die pauschale Beihilfe gibt es beim Land Niedersachsen, beim Land Nordrhein-Westfalen nicht.