Was Du im Vorbereitungsdienst in Sachsen verdienst — alle Eingangsämter mit dem jeweiligen Anwärtergrundbetrag, die zuständige Bezügestelle, die amtliche Rechtsgrundlage und was am Monatsende übrig bleibt.
Netto berechnen →Maßgeblich ist das Eingangsamt der Laufbahn, in die Du nach dem Vorbereitungsdienst übernommen wirst — nicht Deine spätere Besoldungsgruppe.
| Eingangsamt | Anwärtergrundbetrag | Typisch für |
|---|---|---|
| A 2 bis A 4 | 1.464,79 € | einfacher Dienst |
| A 5 bis A 8 | 1.588,41 € | mittlerer Dienst |
| A 9 bis A 11 | 1.643,69 € | gehobener Dienst |
| A 12 | 1.786,79 € | z. B. Lehramt |
| A 13 / R 1 | 1.855,10 € | höherer Dienst, Rechtsreferendariat |
Rechtsgrundlage ist Sächsisches Besoldungsgesetz (SächsBesG). Die amtliche Fassung mit allen Anlagen findest Du hier: Sächsisches Besoldungsgesetz (SächsBesG). Maßgeblich ist immer die aktuelle Besoldungstabelle Deiner Bezügestelle.
Damit zahlt Sachsen im mittleren Dienst den höchsten Anwärtergrundbetrag aller 16 Bundesländer — 152,03 € mehr als das Schlusslicht Hessen. Das sind 28,35 € mehr als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
Dass die Beträge überhaupt so weit auseinanderliegen, ist eine Folge der Föderalismusreform 2006: Seitdem regelt jedes Land die Besoldung seiner Beamten selbst. Den vollständigen Vergleich aller 16 Länder findest Du unter Anwärterbezüge nach Bundesland.
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter zahlst Du keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Von den 1.588,41 € im mittleren Dienst gehen im Wesentlichen nur Lohnsteuer und Dein PKV-Beitrag ab — deshalb bleibt mehr übrig als von einem gleich hohen Angestelltengehalt.
Was Du zusätzlich beantragen solltest: den Familienzuschlag, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast, und die vermögenswirksamen Leistungen. Beides zahlt Landesamt für Steuern und Finanzen nicht von allein.
Netto für Sachsen berechnen →Neben den Bezügen entscheidet Dein Beihilfeanspruch darüber, was Dich die Krankenversicherung kostet. Sachsen bietet die pauschale Beihilfe an.
Weil das Land über die Beihilfe den größeren Teil der Krankheitskosten trägt, sicherst Du privat nur den Rest ab — dafür gibt es die günstigen Anwärtertarife ab etwa 80 € im Monat. Alle Beihilfesätze und den Antragsweg für Sachsen findest Du unter Beihilfe in Sachsen.
Worauf es beim Vergleich der Anwärtertarife wirklich ankommt — acht Kriterien statt Startbeitrag — steht unter PKV für Beamtenanwärter im Vergleich.
PKV für Anwärter →Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Laufbahn meist 18 oder 24 Monate. Diese Tabelle zeigt, was der Anwärtergrundbetrag in Sachsen über die gesamte Zeit ergibt — ohne Zuschläge, vor Steuer.
| Eingangsamt | pro Monat | pro Jahr | 18 Monate | 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| A 2 bis A 4 | 1.464,79 € | 17.577,48 € | 26.366,22 € | 35.154,96 € |
| A 5 bis A 8 | 1.588,41 € | 19.060,92 € | 28.591,38 € | 38.121,84 € |
| A 9 bis A 11 | 1.643,69 € | 19.724,28 € | 29.586,42 € | 39.448,56 € |
| A 12 | 1.786,79 € | 21.441,48 € | 32.162,22 € | 42.882,96 € |
| A 13 / R 1 | 1.855,10 € | 22.261,20 € | 33.391,80 € | 44.522,40 € |
Die Bezüge sind überschaubar — die Risiken sind es nicht. Als Beamter auf Widerruf hast Du bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf Ruhegehalt: Du wirst in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gehört eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel an den Anfang der Laufbahn — jetzt, solange Du jung und gesund bist.
Im Beamten-Check gehen wir Deine Situation in sechs Schritten durch — Beihilfe, PKV und Dienstunfähigkeit. Kostenlos, an keine Gesellschaft gebunden.
Zum Beamten-Check →1.578,37 € im mittleren Dienst — 10,04 € weniger als in Sachsen.
1.552,02 € im mittleren Dienst — 36,39 € weniger als in Sachsen.
1.518,94 € im mittleren Dienst — 69,47 € weniger als in Sachsen.
Die vollständige Vergleichstabelle für Bund und alle Bundesländer.