Anwärterbezüge Sachsen 2026
Was Du im Vorbereitungsdienst in Sachsen verdienst — alle Eingangsämter mit dem jeweiligen Anwärtergrundbetrag, die zuständige Bezügestelle, die amtliche Rechtsgrundlage und was am Monatsende übrig bleibt.
Netto berechnen →Das Wichtigste in Kürze
- Der Anwärtergrundbetrag in Sachsen beträgt im mittleren Dienst 1.588,41 € und im gehobenen Dienst 1.643,69 € — für das Eingangsamt A 12 (typischerweise das Lehramt) 1.786,79 €.
- Die Werte gelten ab 1. April 2026. Zuständig für die Auszahlung ist Landesamt für Steuern und Finanzen (LSF) in Dresden.
- Im Ländervergleich steht Sachsen im mittleren Dienst auf Platz 1 von 16. Das sind 28,35 € mehr als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
- Dazu kommen je nach Laufbahn ein Anwärtersonderzuschlag, der Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen.
- Sachsen bietet die pauschale Beihilfe an. Stand: 31.07.2026.
Ernennung in Sicht? Dann läuft Deine Frist für die Krankenversicherung.
Als Anwärter in Sachsen zahlst Du in der PKV ab etwa 80 € im Monat — aber nur mit einem beihilfekonformen Anwärtertarif, der vor dem ersten Diensttag steht. Sag uns kurz, wo Du stehst, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Erst mal lesen? PKV für Beamtenanwärter erklärt die Grundlagen.
- Ich werde bald ernannt und brauche einen AnwärtertarifBeihilfe, Tarifvergleich, was vor dem ersten Diensttag geregelt sein muss
- Meine Ernennung ist in den nächsten 14 TagenExpressRückruf in 60 Minuten, Antrag in 3 Stunden beim Versicherer
- Ich habe eine Vorerkrankung100 % anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern
Anwärtergrundbeträge in Sachsen
Maßgeblich ist das Eingangsamt der Laufbahn, in die Du nach dem Vorbereitungsdienst übernommen wirst — nicht Deine spätere Besoldungsgruppe.
| Eingangsamt | Anwärtergrundbetrag | Typisch für |
|---|---|---|
| A 2 bis A 4 | 1.464,79 € | einfacher Dienst |
| A 5 bis A 8 | 1.588,41 € | mittlerer Dienst |
| A 9 bis A 11 | 1.643,69 € | gehobener Dienst |
| A 12 | 1.786,79 € | z. B. Lehramt |
| A 13 / R 1 | 1.855,10 € | höherer Dienst, Rechtsreferendariat |
Rechtsgrundlage ist Sächsisches Besoldungsgesetz (SächsBesG). Die amtliche Fassung mit allen Anlagen findest Du hier: Sächsisches Besoldungsgesetz (SächsBesG). Maßgeblich ist immer die aktuelle Besoldungstabelle Deiner Bezügestelle.
Sachsen im Ländervergleich
Damit zahlt Sachsen im mittleren Dienst den höchsten Anwärtergrundbetrag aller 16 Bundesländer — 152,03 € mehr als das Schlusslicht Hessen. Das sind 28,35 € mehr als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
Dass die Beträge überhaupt so weit auseinanderliegen, ist eine Folge der Föderalismusreform 2006: Seitdem regelt jedes Land die Besoldung seiner Beamten selbst. Den vollständigen Vergleich aller 16 Länder findest Du unter Anwärterbezüge nach Bundesland.
Was in Sachsen übrig bleibt
Keine Sozialabgaben
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter zahlst Du keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Von den 1.588,41 € im mittleren Dienst gehen im Wesentlichen nur Lohnsteuer und Dein PKV-Beitrag ab — deshalb bleibt mehr übrig als von einem gleich hohen Angestelltengehalt.
Was Du zusätzlich beantragen solltest: den Familienzuschlag, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast, und die vermögenswirksamen Leistungen. Beides zahlt Landesamt für Steuern und Finanzen nicht von allein.
Netto für Sachsen berechnen →Beihilfe und PKV in Sachsen
Neben den Bezügen entscheidet Dein Beihilfeanspruch darüber, was Dich die Krankenversicherung kostet. Sachsen bietet die pauschale Beihilfe an.
Weil das Land über die Beihilfe den größeren Teil der Krankheitskosten trägt, sicherst Du privat nur den Rest ab — dafür gibt es die günstigen Anwärtertarife ab etwa 80 € im Monat. Alle Beihilfesätze und den Antragsweg für Sachsen findest Du unter Beihilfe in Sachsen.
Worauf es beim Vergleich der Anwärtertarife wirklich ankommt — acht Kriterien statt Startbeitrag — steht unter PKV für Beamtenanwärter im Vergleich.
PKV für Anwärter →Was in Sachsen insgesamt zusammenkommt
Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Laufbahn meist 18 oder 24 Monate. Diese Tabelle zeigt, was der Anwärtergrundbetrag in Sachsen über die gesamte Zeit ergibt — ohne Zuschläge, vor Steuer.
| Eingangsamt | pro Monat | pro Jahr | 18 Monate | 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| A 2 bis A 4 | 1.464,79 € | 17.577,48 € | 26.366,22 € | 35.154,96 € |
| A 5 bis A 8 | 1.588,41 € | 19.060,92 € | 28.591,38 € | 38.121,84 € |
| A 9 bis A 11 | 1.643,69 € | 19.724,28 € | 29.586,42 € | 39.448,56 € |
| A 12 | 1.786,79 € | 21.441,48 € | 32.162,22 € | 42.882,96 € |
| A 13 / R 1 | 1.855,10 € | 22.261,20 € | 33.391,80 € | 44.522,40 € |
Die Bezüge sind überschaubar — die Risiken sind es nicht. Als Beamter auf Widerruf hast Du bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf Ruhegehalt: Du wirst in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gehört eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel an den Anfang der Laufbahn — jetzt, solange Du jung und gesund bist.
Anwärterbezüge Sachsen — häufige Fragen
Wie hoch sind die Anwärterbezüge in Sachsen?
Wo steht Sachsen im Ländervergleich?
Wer zahlt die Anwärterbezüge in Sachsen aus?
Bekomme ich in Sachsen einen Anwärtersonderzuschlag?
Was bleibt von den Anwärterbezügen in Sachsen netto übrig?
Wie hängen Anwärterbezüge und Beihilfe in Sachsen zusammen?
Du weißt jetzt, was reinkommt. Klären wir, was Du davon absichern musst.
Im Beamten-Check gehen wir Deine Situation in sechs Schritten durch — Beihilfe, PKV und Dienstunfähigkeit. Kostenlos, an keine Gesellschaft gebunden.
Zum Beamten-Check →Anwärterbezüge in den Nachbarländern
Brandenburg
1.578,37 € im mittleren Dienst — 10,04 € weniger als in Sachsen.
Thüringen
1.552,02 € im mittleren Dienst — 36,39 € weniger als in Sachsen.
Sachsen-Anhalt
1.518,94 € im mittleren Dienst — 69,47 € weniger als in Sachsen.
Alle 16 Länder
Die vollständige Vergleichstabelle für Bund und alle Bundesländer.