StartRechner → DU-Risiko-Checker
Interaktiver Risiko-Check

DU-Risiko-Checker: Wie riskant ist Dein Beamtenberuf?

Dienstunfähigkeit trifft nicht alle Beamtenberufe gleich: Ein Polizist wird an einem anderen Maßstab gemessen als eine Verwaltungsbeamtin, eine Lehrerin trägt andere Risiken als ein Feuerwehrmann. Wähle Deinen Beruf — der Tacho zeigt Dir die Risiko-Einschätzung, typische Szenarien und was die Absicherung ungefähr kostet.

Das Wichtigste in Kürze (Stand: August 2026):
  • 17 % aller rund 55.900 Neupensionierungen im öffentlichen Dienst (2024) erfolgten wegen Dienstunfähigkeit — im Durchschnitt mit nur 55,8 Jahren (Statistisches Bundesamt, Dez. 2025).
  • Psychische Erkrankungen sind quer durch alle Laufbahnen die häufigste Ursache.
  • Vollzugsberufe (Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug) haben eigene, strengere Maßstäbe wie die Polizeidienstunfähigkeit (PDU) — ihr Risiko und ihre Beiträge liegen höher.
  • Anwärter und Beamte auf Probe werden bei Dienstunfähigkeit in der Regel entlassen — ohne Versorgung. Deshalb: Absicherung ab dem ersten Tag.
  • Beitrags-Orientierung (Stand 2026): Büro-Laufbahnen als Anwärter ab ca. 25 €, Lehramt ab ca. 30 €, Vollzugsberufe ab ca. 60 € im Monat.

Wähle Deinen Beamtenberuf

Der Tacho ordnet Deine Berufsgruppe ein — von moderat bis sehr hoch.

Dein Risiko Tippe oben auf Deinen Beruf

So liest Du den Tacho

  • Die Einschätzung beruht auf öffentlichen Statistiken zur Dienstunfähigkeit und auf den besonderen Dienstfähigkeits-Maßstäben einzelner Laufbahnen.
  • Moderat heißt nicht sicher: 17 % aller Neupensionierungen erfolgen wegen Dienstunfähigkeit — das Grundrisiko trägt jede Laufbahn.
  • Je höher die Einstufung, desto strenger der Maßstab des Dienstherrn — und desto wichtiger die passende Klausel im Vertrag.
Risiko-Einschätzung der Berufsgruppe auf Basis öffentlicher Statistiken (u. a. Statistisches Bundesamt, Dez. 2025) und der besonderen Dienstfähigkeits-Maßstäbe — keine Prognose für Dich persönlich. Beitrags-Angaben sind grobe Markt-Orientierungswerte (Stand 2026) für rund 1.000 bis 1.500 € Monatsrente bei guter Gesundheit; Dein tatsächlicher Beitrag hängt von Alter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheitsprüfung ab. Keine erfundene Sicherheit: Ob und wann jemand dienstunfähig wird, kann niemand vorhersagen.
Die Faktenlage

Dienstunfähigkeit in Zahlen

0der rund 55.900 Neupensionierungen 2024 erfolgten wegen Dienstunfähigkeit (Destatis, Dez. 2025).
0alt sind dienstunfähig pensionierte Beamte im Durchschnitt — mitten im Berufsleben.
0brutto beträgt die amtsunabhängige Mindestversorgung ungefähr — wenn Du überhaupt Anspruch hast.
0Dienstzeit brauchst Du, bevor überhaupt ein Anspruch auf Ruhegehalt entsteht.
Der Unterschied

Warum Vollzugsberufe ein eigenes Risiko tragen

Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug werden nicht an der allgemeinen Dienstfähigkeit gemessen, sondern an einem strengeren, berufsspezifischen Maßstab. Der fällt schneller — und genau dafür braucht der Vertrag die passende Klausel.

Polizeidienstunfähigkeit (PDU)

Polizeivollzugsbeamte müssen voll polizeidiensttauglich sein — für den Außendienst, nicht nur für irgendeinen Schreibtisch. Wer diese Tauglichkeit verliert, kann aus dem Vollzugsdienst ausscheiden, obwohl er allgemein noch arbeitsfähig wäre. Ein Tarif ohne PDU-Klausel prüft daran vorbei. Mehr dazu: Polizei-Ratgeber.

G 26.3: die Dauerprüfung der Feuerwehr

Die Atemschutztauglichkeit G 26.3 wird in der Regel alle 36 Monate geprüft, ab 50 alle 24. Fällt sie — etwa durch Herz-Kreislauf- oder Lungenbefunde — bist Du feuerwehrdienstunfähig, oft ohne im Sinne einer normalen BU berufsunfähig zu sein. Deshalb gehört die Feuerwehrdienstunfähigkeit ausdrücklich in den Vertrag.

Besondere Altersgrenze 60

Für den Vollzugsdienst von Polizei, Berufsfeuerwehr und Justizvollzug gilt die besondere Altersgrenze von 60 Jahren — der Gesetzgeber selbst geht davon aus, dass diese Berufe nicht bis 67 durchzuhalten sind. Ein deutlicheres Signal für das erhöhte Risiko gibt es kaum.

Die wichtigste Stellschraube ist nicht der Beitrag, sondern die Klausel. Ob echte DU-Klausel, PDU, Feuerwehr- oder Soldaten-Dienstunfähigkeit: Entscheidend ist, dass der Versicherer die Entscheidung Deines Dienstherrn anerkennt. Was die echte DU-Klausel ausmacht, erklärt unser Ratgeber.
Auf einen Blick

DU-Risiko nach Beamtenberuf

Die Einstufung aller zehn Berufsgruppen aus dem Checker — als redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlicher Statistiken und der jeweiligen Dienstfähigkeits-Maßstäbe.

BerufsgruppeRisiko-EinschätzungWesentliche Gründe
Polizei (Vollzugsdienst)sehr hochEigener Maßstab Polizeidienstunfähigkeit (PDU), Einsatz- und Schichtbelastung, besondere Altersgrenze 60
Lehrkräfte & ReferendarehochPsychische Erkrankungen häufigste Ursache, DU oft rund ein Jahrzehnt vor der Altersgrenze
Berufsfeuerwehrsehr hochG-26.3-Atemschutztauglichkeit als Dauerprüfung, höchste körperliche Anforderungen
Justizvollzug (JVA)hochGewaltrisiko und Daueranspannung im Vollzug, Wechselschicht
Bundeswehr (Soldaten)hochEinsatz- und Ausbildungsrisiken, Zeitsoldaten ohne lebenslange Versorgung
Zoll (Vollzugsbereich)erhöhtKontrolleinsätze und Schichtdienst im Vollzugsbereich, Innendienst geringer belastet
Allgemeine VerwaltungmoderatBürotätigkeit — das Grundrisiko (Psyche, schwere Erkrankungen) bleibt
FinanzverwaltungmoderatBürotätigkeit, Arbeitsverdichtung als wichtigster Treiber
Justiz & RechtspflegemoderatÜberwiegend Schreibtisch, Verfahrenslast als wichtigster psychischer Faktor
Technischer DiensterhöhtAußendienst- und Baustellentermine zusätzlich zur Bürotätigkeit
Und die Versorgungslücke? Wie viel Geld Dir bei Dienstunfähigkeit tatsächlich fehlen würde, hängt von Status und Dienstjahren ab — rechne es mit Deinen eigenen Zahlen im DU-Lücken-Rechner durch.
Häufige Fragen

DU-Risiko: Fragen und Antworten

Wie viele Beamte werden wirklich dienstunfähig?
Nach der Versorgungsempfängerstatistik des Statistischen Bundesamts (Dezember 2025) wurden 17 % der rund 55.900 Neupensionierungen des Jahres 2024 wegen Dienstunfähigkeit ausgesprochen — im Durchschnitt mit nur 55,8 Jahren. Dazu kommen alle Anwärter und Beamten auf Probe, die bei Dienstunfähigkeit entlassen werden und in dieser Statistik gar nicht auftauchen. Dienstunfähigkeit ist damit kein Randthema, sondern eines der größten finanziellen Risiken der Beamtenlaufbahn.
Was passiert, wenn ich als Anwärter oder auf Probe dienstunfähig werde?
In der Regel wirst Du entlassen — ohne Ruhegehalt. Du wirst lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, und eine Erwerbsminderungsrente setzt dort meist fünf Jahre Wartezeit voraus. Ein Anspruch auf Ruhegehalt entsteht erst nach fünf Dienstjahren. Genau deshalb gehört die Dienstunfähigkeitsversicherung an den ersten Tag der Laufbahn, nicht ans Ende.
Warum ist die Absicherung für Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug teurer?
Versicherer stufen Berufe in Risikoklassen ein. Vollzugsberufe haben höhere Unfall- und Belastungsrisiken und zusätzlich einen eigenen, strengeren Dienstfähigkeits-Maßstab: Ein Polizist muss voll polizeidiensttauglich sein, eine Feuerwehrfrau braucht die G-26.3-Atemschutztauglichkeit. Beides fällt schneller als die allgemeine Dienstfähigkeit — das Risiko für den Versicherer ist größer, der Beitrag entsprechend höher.
Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?
Als grobe Markt-Orientierung (Stand 2026, rund 1.000 bis 1.500 € Monatsrente, gesunde Nichtraucher): Anwärter in Büro-Laufbahnen starten ab ca. 25 € im Monat, Lehramtsanwärter ab ca. 30 €, Vollzugsberufe wie Polizei oder Feuerwehr ab ca. 60 €. Mit 30 Jahren liegen die Einstiegsbeiträge grob zwischen 50 und 90 €. Der tatsächliche Beitrag hängt von Alter, Rentenhöhe, Laufzeit, Beruf und Gesundheit ab — je früher Du startest, desto günstiger bleibt er dauerhaft.
Worauf muss ich beim Tarif achten — was ist die echte DU-Klausel?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Dienstunfähigkeitsklausel prüft nur, ob Du irgendeinen Beruf noch ausüben kannst — nicht, ob Dein Dienstherr Dich wegen Dienstunfähigkeit entlässt oder in den Ruhestand versetzt. Mit einer echten DU-Klausel akzeptiert der Versicherer die Entscheidung des Dienstherrn als Leistungsauslöser. Für Vollzugsberufe braucht es zusätzlich die passende Spezialklausel (PDU für die Polizei, Feuerwehr- bzw. Vollzugsdienstunfähigkeit, SDU für Soldaten).
Sagt mir der Risiko-Tacho, ob ich dienstunfähig werde?
Nein. Der Tacho ist eine redaktionelle Einschätzung Deiner Berufsgruppe auf Basis öffentlicher Statistiken und der besonderen Dienstfähigkeits-Maßstäbe — keine Prognose für Dich persönlich. Ob und wann jemand dienstunfähig wird, lässt sich nicht vorhersagen; kalkulierbar ist nur die finanzielle Folge. Genau die sicherst Du mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung ab.
Fairbeamtet starten.

Kenne Dein Risiko — und sichere es ab.

Der Tacho zeigt Dir die Richtung, der Beamten-Check den Weg: Wir prüfen kostenlos, welche Absicherung mit welcher Klausel zu Deinem Beruf passt. An keine Gesellschaft gebunden, unverbindlich, ohne Verkaufsdruck.

Jetzt Beamten-Check starten
Weiterlesen

Das passt zum Risiko-Checker