Anwärterbezüge NRW 2026 (Nordrhein-Westfalen)
Was Du im Vorbereitungsdienst in Nordrhein-Westfalen verdienst — alle Eingangsämter mit dem jeweiligen Anwärtergrundbetrag, die zuständige Bezügestelle, die amtliche Rechtsgrundlage und was am Monatsende übrig bleibt.
Netto berechnen →Das Wichtigste in Kürze
- Der Anwärtergrundbetrag in Nordrhein-Westfalen (NRW) beträgt im mittleren Dienst 1.559,78 € und im gehobenen Dienst 1.615,68 € — für das Eingangsamt A 12 (typischerweise das Lehramt) 1.760,37 €.
- Die Werte gelten ab 1. April 2026. Zuständig für die Auszahlung ist Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW (LBV NRW).
- Im Ländervergleich steht Nordrhein-Westfalen im mittleren Dienst auf Platz 5 von 16. Das sind 0,28 € weniger als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
- Dazu kommen je nach Laufbahn ein Anwärtersonderzuschlag, der Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen.
- Nordrhein-Westfalen bietet keine pauschale Beihilfe an. Stand: 31.07.2026.
Ernennung in Sicht? Dann läuft Deine Frist für die Krankenversicherung.
Als Anwärter in Nordrhein-Westfalen zahlst Du in der PKV ab etwa 80 € im Monat — aber nur mit einem beihilfekonformen Anwärtertarif, der vor dem ersten Diensttag steht. Sag uns kurz, wo Du stehst, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Erst mal lesen? PKV für Beamtenanwärter erklärt die Grundlagen.
- Ich werde bald ernannt und brauche einen AnwärtertarifBeihilfe, Tarifvergleich, was vor dem ersten Diensttag geregelt sein muss
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Anwärtergrundbetrag NRW 2026: alle Laufbahnen
Maßgeblich ist das Eingangsamt der Laufbahn, in die Du nach dem Vorbereitungsdienst übernommen wirst — nicht Deine spätere Besoldungsgruppe.
| Eingangsamt | Anwärtergrundbetrag | Typisch für |
|---|---|---|
| A 5 bis A 8 | 1.559,78 € | mittlerer Dienst |
| A 9 bis A 11 | 1.615,68 € | gehobener Dienst |
| A 12 | 1.760,37 € | z. B. Lehramt |
| A 13 | 1.793,28 € | höherer Dienst |
| A 13 mit Sonderzuschlag | 1.829,43 € | Rechtsreferendariat |
Rechtsgrundlage ist Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen. Die amtliche Fassung mit allen Anlagen findest Du hier: Landesbesoldungsgesetz Nordrhein-Westfalen. Maßgeblich ist immer die aktuelle Besoldungstabelle Deiner Bezügestelle.
Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich
Damit liegt Nordrhein-Westfalen im mittleren Dienst auf Platz 5 von 16: 28,63 € unter dem Spitzenreiter Sachsen und 123,40 € über dem Schlusslicht Hessen. Das sind 0,28 € weniger als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
Dass die Beträge überhaupt so weit auseinanderliegen, ist eine Folge der Föderalismusreform 2006: Seitdem regelt jedes Land die Besoldung seiner Beamten selbst. Den vollständigen Vergleich aller 16 Länder findest Du unter Anwärterbezüge nach Bundesland.
Was in Nordrhein-Westfalen übrig bleibt
Keine Sozialabgaben
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter zahlst Du keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Von den 1.559,78 € im mittleren Dienst gehen im Wesentlichen nur Lohnsteuer und Dein PKV-Beitrag ab — deshalb bleibt mehr übrig als von einem gleich hohen Angestelltengehalt.
Was Du zusätzlich beantragen solltest: den Familienzuschlag, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast, und die vermögenswirksamen Leistungen. Beides zahlt Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW nicht von allein.
Netto für Nordrhein-Westfalen berechnen →Beihilfe und PKV in Nordrhein-Westfalen
Neben den Bezügen entscheidet Dein Beihilfeanspruch darüber, was Dich die Krankenversicherung kostet. Nordrhein-Westfalen bietet keine pauschale Beihilfe an.
Weil das Land über die Beihilfe den größeren Teil der Krankheitskosten trägt, sicherst Du privat nur den Rest ab — dafür gibt es die günstigen Anwärtertarife ab etwa 80 € im Monat. Alle Beihilfesätze und den Antragsweg für Nordrhein-Westfalen findest Du unter Beihilfe in Nordrhein-Westfalen.
Woran Du einen wirklich guten Anwärtertarif erkennst und welche drei Fehler teuer werden, liest Du unter beste PKV für Beamtenanwärter.
PKV für Anwärter →Was in Nordrhein-Westfalen insgesamt zusammenkommt
Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Laufbahn meist 18 oder 24 Monate. Diese Tabelle zeigt, was der Anwärtergrundbetrag in Nordrhein-Westfalen über die gesamte Zeit ergibt — ohne Zuschläge, vor Steuer.
| Eingangsamt | pro Monat | pro Jahr | 18 Monate | 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| A 5 bis A 8 | 1.559,78 € | 18.717,36 € | 28.076,04 € | 37.434,72 € |
| A 9 bis A 11 | 1.615,68 € | 19.388,16 € | 29.082,24 € | 38.776,32 € |
| A 12 | 1.760,37 € | 21.124,44 € | 31.686,66 € | 42.248,88 € |
| A 13 | 1.793,28 € | 21.519,36 € | 32.279,04 € | 43.038,72 € |
| A 13 mit Sonderzuschlag | 1.829,43 € | 21.953,16 € | 32.929,74 € | 43.906,32 € |
Die Bezüge sind überschaubar — die Risiken sind es nicht. Als Beamter auf Widerruf hast Du bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf Ruhegehalt: Du wirst in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gehört eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel an den Anfang der Laufbahn — jetzt, solange Du jung und gesund bist.
Steigen die Bezüge 2026? Das Besoldungsgesetz ist beschlossen und verkündet: 3,36 Prozent mehr auf die Grundgehälter, ausgezahlt mit den Julibezügen rückwirkend ab 1. April. Für Anwärterinnen und Anwärter gelten feste Beträge statt Prozente — 60 Euro mehr in diesem Jahr. Den Verfahrensstand aller 16 Länder und des Bundes findest Du auf der Seite Besoldungsrunde 2026. Was die Gerichte darüber hinaus zur Verfassungsmäßigkeit der Besoldung sagen, steht unter amtsangemessene Alimentation.
Anwärtersonderzuschlag NRW 2026: bis zu 90 % mehr in Mangelberufen
Wenn ein erheblicher Mangel an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern besteht, kann Nordrhein-Westfalen zusätzlich zum Grundbetrag einen Anwärtersonderzuschlag zahlen — bis zu 90 Prozent des Anwärtergrundbetrags (§ 76 LBesG NRW). Das ist einer der höchsten Sätze aller Länder; Bayern und Baden-Württemberg deckeln beispielsweise bei 70 Prozent.
Der Zuschlag ist an Bedingungen geknüpft: Du schließt den Vorbereitungsdienst ab, bestehst die Laufbahnprüfung und bleibst danach mindestens fünf Jahre als Beamtin oder Beamter in der Laufbahn im öffentlichen Dienst. Wer diese Bindung schuldhaft nicht erfüllt, muss den Zuschlag in voller Höhe zurückzahlen — der Rückzahlungsbetrag sinkt für jedes nach der Prüfung abgeleistete Dienstjahr um ein Fünftel.
Anwärterbezüge Nordrhein-Westfalen — häufige Fragen
Wie hoch sind die Anwärterbezüge in Nordrhein-Westfalen?
Wo steht Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich?
Wer zahlt die Anwärterbezüge in Nordrhein-Westfalen aus?
Bekomme ich in Nordrhein-Westfalen einen Anwärtersonderzuschlag?
Was bleibt von den Anwärterbezügen in Nordrhein-Westfalen netto übrig?
Wie hängen Anwärterbezüge und Beihilfe in Nordrhein-Westfalen zusammen?
Gibt es in Nordrhein-Westfalen einen Anwärtersonderzuschlag?
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Anwärterbezüge in den Nachbarländern
Niedersachsen
1.469,04 € im mittleren Dienst — 90,74 € weniger als in Nordrhein-Westfalen.
Hessen
1.436,38 € im mittleren Dienst — 123,40 € weniger als in Nordrhein-Westfalen.
Rheinland-Pfalz
1.571,65 € im mittleren Dienst — 11,87 € mehr als in Nordrhein-Westfalen.
Alle 16 Länder
Die vollständige Vergleichstabelle für Bund und alle Bundesländer.