Anwärterbezüge Hessen 2026
Was Du im Vorbereitungsdienst in Hessen verdienst — alle Eingangsämter mit dem jeweiligen Anwärtergrundbetrag, die zuständige Bezügestelle, die amtliche Rechtsgrundlage und was am Monatsende übrig bleibt.
Netto berechnen →Das Wichtigste in Kürze
- Der Anwärtergrundbetrag in Hessen beträgt im mittleren Dienst 1.436,38 € und im gehobenen Dienst 1.504,16 € — für das Eingangsamt A 12 (typischerweise das Lehramt) 1.679,64 €.
- Die Werte gelten ab 1. April 2026. Zuständig für die Auszahlung ist Regierungspräsidium Kassel.
- Im Ländervergleich steht Hessen im mittleren Dienst auf Platz 16 von 16. Das sind 123,68 € weniger als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
- Dazu kommen je nach Laufbahn ein Anwärtersonderzuschlag, der Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen.
- Hessen bietet keine pauschale Beihilfe an. Stand: 31.07.2026.
Ernennung in Sicht? Dann läuft Deine Frist für die Krankenversicherung.
Als Anwärter in Hessen zahlst Du in der PKV ab etwa 80 € im Monat — aber nur mit einem beihilfekonformen Anwärtertarif, der vor dem ersten Diensttag steht. Sag uns kurz, wo Du stehst, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Erst mal lesen? PKV für Beamtenanwärter erklärt die Grundlagen.
- Ich werde bald ernannt und brauche einen AnwärtertarifBeihilfe, Tarifvergleich, was vor dem ersten Diensttag geregelt sein muss
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Anwärtergrundbeträge in Hessen
Maßgeblich ist das Eingangsamt der Laufbahn, in die Du nach dem Vorbereitungsdienst übernommen wirst — nicht Deine spätere Besoldungsgruppe.
| Eingangsamt | Anwärtergrundbetrag | Typisch für |
|---|---|---|
| A 6 bis A 8 | 1.436,38 € | mittlerer Dienst |
| A 9 bis A 11 | 1.504,16 € | gehobener Dienst |
| A 12 | 1.679,64 € | z. B. Lehramt |
| A 13 | 1.719,59 € | höherer Dienst |
| A 13 mit Sonderzuschlag | 1.763,42 € | Rechtsreferendariat |
Rechtsgrundlage ist Hessisches Besoldungsgesetz. Die amtliche Fassung mit allen Anlagen findest Du hier: Hessisches Besoldungsgesetz. Maßgeblich ist immer die aktuelle Besoldungstabelle Deiner Bezügestelle.
Hessen im Ländervergleich
Damit liegt Hessen im mittleren Dienst auf dem letzten Platz der 16 Bundesländer — 152,03 € unter dem Spitzenreiter Sachsen. Über zwei Jahre Vorbereitungsdienst sind das rund 3.648 €. Das sind 123,68 € weniger als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
Dass die Beträge überhaupt so weit auseinanderliegen, ist eine Folge der Föderalismusreform 2006: Seitdem regelt jedes Land die Besoldung seiner Beamten selbst. Den vollständigen Vergleich aller 16 Länder findest Du unter Anwärterbezüge nach Bundesland.
Was in Hessen übrig bleibt
Keine Sozialabgaben
Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter zahlst Du keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Von den 1.436,38 € im mittleren Dienst gehen im Wesentlichen nur Lohnsteuer und Dein PKV-Beitrag ab — deshalb bleibt mehr übrig als von einem gleich hohen Angestelltengehalt.
Was Du zusätzlich beantragen solltest: den Familienzuschlag, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast, und die vermögenswirksamen Leistungen. Beides zahlt Regierungspräsidium Kassel nicht von allein.
Netto für Hessen berechnen →Beihilfe und PKV in Hessen
Neben den Bezügen entscheidet Dein Beihilfeanspruch darüber, was Dich die Krankenversicherung kostet. Hessen bietet keine pauschale Beihilfe an.
Weil das Land über die Beihilfe den größeren Teil der Krankheitskosten trägt, sicherst Du privat nur den Rest ab — dafür gibt es die günstigen Anwärtertarife ab etwa 80 € im Monat. Alle Beihilfesätze und den Antragsweg für Hessen findest Du unter Beihilfe in Hessen.
Was die private Krankenversicherung nach der Verbeamtung kostet und welche Faktoren den Beitrag treiben, steht unter PKV für Beamte: Kosten.
PKV für Anwärter →Was in Hessen insgesamt zusammenkommt
Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Laufbahn meist 18 oder 24 Monate. Diese Tabelle zeigt, was der Anwärtergrundbetrag in Hessen über die gesamte Zeit ergibt — ohne Zuschläge, vor Steuer.
| Eingangsamt | pro Monat | pro Jahr | 18 Monate | 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| A 6 bis A 8 | 1.436,38 € | 17.236,56 € | 25.854,84 € | 34.473,12 € |
| A 9 bis A 11 | 1.504,16 € | 18.049,92 € | 27.074,88 € | 36.099,84 € |
| A 12 | 1.679,64 € | 20.155,68 € | 30.233,52 € | 40.311,36 € |
| A 13 | 1.719,59 € | 20.635,08 € | 30.952,62 € | 41.270,16 € |
| A 13 mit Sonderzuschlag | 1.763,42 € | 21.161,04 € | 31.741,56 € | 42.322,08 € |
Die Bezüge sind überschaubar — die Risiken sind es nicht. Als Beamter auf Widerruf hast Du bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf Ruhegehalt: Du wirst in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gehört eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel an den Anfang der Laufbahn — jetzt, solange Du jung und gesund bist.
Steigen die Bezüge 2026? Hessen rechnet als einziges Land nach einem eigenen Modell: 3,02 Prozent ab 1. Juli, mindestens 110 Euro. Den Verfahrensstand aller 16 Länder und des Bundes findest Du auf der Seite Besoldungsrunde 2026. Ob die Besoldung in Hessen überhaupt verfassungsgemäß ist, ist davon unabhängig eine eigene Frage — dazu Amtsangemessene Alimentation in Hessen und die Grundlagen unter amtsangemessene Alimentation.
Anwärterbezüge Hessen — häufige Fragen
Wie hoch sind die Anwärterbezüge in Hessen?
Wo steht Hessen im Ländervergleich?
Wer zahlt die Anwärterbezüge in Hessen aus?
Bekomme ich in Hessen einen Anwärtersonderzuschlag?
Was bleibt von den Anwärterbezügen in Hessen netto übrig?
Wie hängen Anwärterbezüge und Beihilfe in Hessen zusammen?
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Zum Beamten-Check →Anwärterbezüge in den Nachbarländern
Bayern
1.569,93 € im mittleren Dienst — 133,55 € mehr als in Hessen.
Nordrhein-Westfalen
1.559,78 € im mittleren Dienst — 123,40 € mehr als in Hessen.
Rheinland-Pfalz
1.571,65 € im mittleren Dienst — 135,27 € mehr als in Hessen.
Alle 16 Länder
Die vollständige Vergleichstabelle für Bund und alle Bundesländer.