Besoldung im Vorbereitungsdienst

Anwärterbezüge Bayern 2026

Was Du im Vorbereitungsdienst in Bayern verdienst — alle Eingangsämter mit dem jeweiligen Anwärtergrundbetrag, die zuständige Bezügestelle, die amtliche Rechtsgrundlage und was am Monatsende übrig bleibt.

Netto berechnen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anwärtergrundbetrag in Bayern beträgt im mittleren Dienst 1.569,93 € und im gehobenen Dienst 1.623,85 € — für das Eingangsamt A 12 (typischerweise das Lehramt) 1.763,44 €.
  • Die Werte gelten ab 1. Oktober 2026. Zuständig für die Auszahlung ist Landesamt für Finanzen.
  • Im Ländervergleich steht Bayern im mittleren Dienst auf Platz 4 von 16. Das sind 9,87 € mehr als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.
  • Dazu kommen je nach Laufbahn ein Anwärtersonderzuschlag, der Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen.
  • Bayern bietet keine pauschale Beihilfe an. Stand: 31.07.2026.
Und jetzt?

Ernennung in Sicht? Dann läuft Deine Frist für die Krankenversicherung.

Als Anwärter in Bayern zahlst Du in der PKV ab etwa 80 € im Monat — aber nur mit einem beihilfekonformen Anwärtertarif, der vor dem ersten Diensttag steht. Sag uns kurz, wo Du stehst, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.

0 € BeratungskostenAntwort in 24 han keine Gesellschaft gebunden

Erst mal lesen? PKV für Beamtenanwärter erklärt die Grundlagen.

Alle Stufen

Anwärtergrundbetrag Bayern 2026: alle Laufbahnen

Maßgeblich ist das Eingangsamt der Laufbahn, in die Du nach dem Vorbereitungsdienst übernommen wirst — nicht Deine spätere Besoldungsgruppe.

Anwärtergrundbeträge Bayern, Monatsbeträge in Euro, gültig ab 1. Oktober 2026.
EingangsamtAnwärtergrundbetragTypisch für
A 3 bis A 41.449,33 €einfacher Dienst
A 5 bis A 81.569,93 €mittlerer Dienst
A 9 bis A 111.623,85 €gehobener Dienst
A 121.763,44 €z. B. Grund- und Mittelschullehramt
A 131.795,21 €höherer Dienst, z. B. Gymnasiallehramt
A 13 mit Sonderzuschlag / R 11.830,08 €Rechtsreferendariat

Rechtsgrundlage ist Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG). Die amtliche Fassung mit allen Anlagen findest Du hier: Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG). Maßgeblich ist immer die aktuelle Besoldungstabelle Deiner Bezügestelle.

Einordnung

Bayern im Ländervergleich

Damit liegt Bayern im mittleren Dienst auf Platz 4 von 16: 18,48 € unter dem Spitzenreiter Sachsen und 133,55 € über dem Schlusslicht Hessen. Das sind 9,87 € mehr als beim Bund, der im mittleren Dienst 1.560,06 € zahlt.

Platz 4von 16 Bundesländern (mittlerer Dienst)
1.569,93 €Anwärtergrundbetrag mittlerer Dienst
18.839 €im Jahr, ohne Zuschläge

Dass die Beträge überhaupt so weit auseinanderliegen, ist eine Folge der Föderalismusreform 2006: Seitdem regelt jedes Land die Besoldung seiner Beamten selbst. Den vollständigen Vergleich aller 16 Länder findest Du unter Anwärterbezüge nach Bundesland.

Vom Brutto zum Netto

Was in Bayern übrig bleibt

Keine Sozialabgaben

Als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter zahlst Du keine Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und gesetzlichen Krankenversicherung. Von den 1.569,93 € im mittleren Dienst gehen im Wesentlichen nur Lohnsteuer und Dein PKV-Beitrag ab — deshalb bleibt mehr übrig als von einem gleich hohen Angestelltengehalt.

Was Du zusätzlich beantragen solltest: den Familienzuschlag, wenn Du verheiratet bist oder Kinder hast, und die vermögenswirksamen Leistungen. Beides zahlt Landesamt für Finanzen nicht von allein.

Netto für Bayern berechnen

Beihilfe und PKV in Bayern

Neben den Bezügen entscheidet Dein Beihilfeanspruch darüber, was Dich die Krankenversicherung kostet. Bayern bietet keine pauschale Beihilfe an.

Weil das Land über die Beihilfe den größeren Teil der Krankheitskosten trägt, sicherst Du privat nur den Rest ab — dafür gibt es die günstigen Anwärtertarife ab etwa 80 € im Monat. Alle Beihilfesätze und den Antragsweg für Bayern findest Du unter Beihilfe in Bayern.

Woran Du einen wirklich guten Anwärtertarif erkennst und welche drei Fehler teuer werden, liest Du unter beste PKV für Beamtenanwärter.

PKV für Anwärter
Über den gesamten Vorbereitungsdienst

Was in Bayern insgesamt zusammenkommt

Der Vorbereitungsdienst dauert je nach Laufbahn meist 18 oder 24 Monate. Diese Tabelle zeigt, was der Anwärtergrundbetrag in Bayern über die gesamte Zeit ergibt — ohne Zuschläge, vor Steuer.

Anwärtergrundbetrag Bayern über die Dauer des Vorbereitungsdienstes, in Euro, ohne Zuschläge und vor Steuer.
Eingangsamtpro Monatpro Jahr18 Monate24 Monate
A 3 bis A 41.449,33 €17.391,96 €26.087,94 €34.783,92 €
A 5 bis A 81.569,93 €18.839,16 €28.258,74 €37.678,32 €
A 9 bis A 111.623,85 €19.486,20 €29.229,30 €38.972,40 €
A 121.763,44 €21.161,28 €31.741,92 €42.322,56 €
A 131.795,21 €21.542,52 €32.313,78 €43.085,04 €
A 13 mit Sonderzuschlag / R 11.830,08 €21.960,96 €32.941,44 €43.921,92 €

Die Bezüge sind überschaubar — die Risiken sind es nicht. Als Beamter auf Widerruf hast Du bei Dienstunfähigkeit keinen Anspruch auf Ruhegehalt: Du wirst in der Regel entlassen und lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gehört eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter DU-Klausel an den Anfang der Laufbahn — jetzt, solange Du jung und gesund bist.

Steigen die Bezüge 2026? Bayern geht bewusst einen späteren Weg: Die 2,82 Prozent greifen erst ab 1. Oktober 2026, ausgezahlt also ab Oktober. Bis dahin bleibt es bei den hier genannten Beträgen. Den Verfahrensstand aller 16 Länder und des Bundes findest Du auf der Seite Besoldungsrunde 2026. Was die Gerichte darüber hinaus zur Verfassungsmäßigkeit der Besoldung sagen, steht unter amtsangemessene Alimentation.

Mangelberufe

Anwärtersonderzuschlag Bayern 2026: bis zu 70 % extra bei Bewerbermangel

Bei einem erheblichen Mangel an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern kann das bayerische Finanzministerium einen Anwärtersonderzuschlag gewähren — bis zu 70 Prozent des Anwärtergrundbetrags (Art. 78 BayBesG). Der Zuschlag kommt also on top auf die Beträge aus der Tabelle oben.

Anspruch besteht nur, wenn Du den Vorbereitungsdienst nicht vorzeitig abbrichst und die Qualifikationsprüfung nicht schuldhaft nicht bestehst — der Zuschlag ist als Halteprämie für Mangel-Laufbahnen gedacht.

So findest Du es heraus: Welche Laufbahnen aktuell bezuschusst werden, entscheidet das Staatsministerium der Finanzen — frag bei Deiner Einstellungsbehörde oder beim Landesamt für Finanzen nach; im Einstellungsangebot ist der Zuschlag ausgewiesen.
Fürs Budget heißt das: Grundbetrag, Familienzuschlag und ein eventueller Sonderzuschlag ergeben zusammen Dein Brutto — was davon nach Steuer und Krankenversicherung übrig bleibt, zeigt Dir der Anwärterbezüge-Rechner.
Häufige Fragen

Anwärterbezüge Bayern — häufige Fragen

Wie hoch sind die Anwärterbezüge in Bayern?
Der Anwärtergrundbetrag beträgt in Bayern im mittleren Dienst 1.569,93 € und im gehobenen Dienst 1.623,85 € (gültig ab 1. Oktober 2026). Für das Eingangsamt A 12 — typischerweise das Lehramt — sind es 1.763,44 €. Dazu können ein Anwärtersonderzuschlag, der Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen kommen.
Wo steht Bayern im Ländervergleich?
Im mittleren Dienst liegt Bayern mit 1.569,93 € auf Platz 4 von 16 Bundesländern. Spitzenreiter ist Sachsen mit 1.588,41 €, am wenigsten zahlt Hessen mit 1.436,38 €. Zum Vergleich: Beim Bund sind es 1.560,06 € — das sind 9,87 € mehr als beim Bund.
Wer zahlt die Anwärterbezüge in Bayern aus?
Zuständig ist Landesamt für Finanzen. Dorthin gehen auch Deine Anträge auf Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen. Beides wird nicht automatisch gezahlt — Du musst es beantragen und die Voraussetzungen nachweisen.
Bekomme ich in Bayern einen Anwärtersonderzuschlag?
Das hängt von Deiner Laufbahn ab. Einen Anwärtersonderzuschlag gibt es nur dort, wo erheblicher Mangel an qualifizierten Bewerbern besteht — typischerweise in einzelnen Lehramts-Mangelfächern, im Polizeivollzug oder in technischen Laufbahnen. Ob er für Deine Laufbahn vorgesehen ist und wie hoch er ausfällt, steht in der Besoldungsvorschrift des Landes; wir verlinken sie auf dieser Seite.
Was bleibt von den Anwärterbezügen in Bayern netto übrig?
Als Anwärterin oder Anwärter zahlst Du keine Sozialabgaben — weder Renten- noch Arbeitslosen- noch gesetzliche Krankenversicherung. Abgezogen werden im Wesentlichen die Lohnsteuer und Dein PKV-Anwärterbeitrag (ab etwa 80 € im Monat). Der Anwärterbezüge-Rechner kennt die Tabellenwerte von Bayern und rechnet Dir die Größenordnung aus.
Wie hängen Anwärterbezüge und Beihilfe in Bayern zusammen?
Gar nicht direkt — aber beide entscheiden zusammen, was Dir bleibt. Bayern bietet keine pauschale Beihilfe an. Weil das Land über die Beihilfe einen großen Teil Deiner Krankheitskosten übernimmt, brauchst Du privat nur den Rest abzusichern. Genau deshalb sind die Anwärtertarife der privaten Krankenversicherung so günstig.
Gibt es in Bayern einen Anwärtersonderzuschlag?
Ja, in Mangelberufen: Bayern kann bei erheblichem Bewerbermangel einen Anwärtersonderzuschlag von bis zu 70 Prozent des Anwärtergrundbetrags gewähren (Art. 78 BayBesG). Voraussetzung ist, dass Du den Vorbereitungsdienst nicht vorzeitig abbrichst und die Prüfung nicht schuldhaft nicht bestehst. Ob Deine Laufbahn bezuschusst wird, steht im Einstellungsangebot oder beim Landesamt für Finanzen.

Du weißt jetzt, was reinkommt. Klären wir, was Du davon absichern musst.

Im Beamten-Check gehen wir Deine Situation in sechs Schritten durch — Beihilfe, PKV und Dienstunfähigkeit. Kostenlos, an keine Gesellschaft gebunden.

Zum Beamten-Check

Beratung vor Ort in Bayern

Besoldung ist Landesrecht — die Dienstherren, Beihilfestellen und Besonderheiten unterscheiden sich aber von Stadt zu Stadt. Unsere Stadtseiten für Bayern: München, Nürnberg. Beratung per Video oder Telefon, persönlich im Büro in Osnabrück — alle Städte in der Übersicht.