Beihilfe Saarland 2026: Beihilfesätze, Antrag und Beihilfestelle
Stand: September 2026 · Maßgeblich ist die jeweilige Beihilfeverordnung des Landes.
Das Saarland wendet die klassischen Beihilfesätze an — eine pauschale Beihilfe gibt es hier bisher nicht. Bearbeitet werden die Anträge seit 2024 von den Beihilfediensten der Postbeamtenkrankenkasse. Was das Land erstattet und warum die PKV für gesunde Beamte meist die günstigere Wahl ist: hier kompakt und ehrlich.
Das Wichtigste in Kürze
- Beihilfesätze Saarland: aktive Beamte 50 %, ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %, Ehe- und Lebenspartner 70 % (unterhalb der Einkommensgrenze), berücksichtigungsfähige Kinder 80 %, Versorgungsempfänger 70 %.
- Beihilfestelle: formal die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBS) im Landesamt für Zentrale Dienste; bearbeitet werden die Anträge seit 2024 von den Beihilfediensten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) — Post an PBeaKK Beihilfedienste Saarland, 70644 Stuttgart, digital über die App „PBeaKKDirekt“.
- Pauschale Beihilfe: Das Saarland bietet sie bisher nicht an; angekündigt ist sie für 2028, das Gesetz steht aber noch aus.
- Kostendämpfungspauschale: je nach Besoldungsgruppe 50 bis 700 € pro Jahr (2026); zum 1. Januar 2027 sinkt sie um weitere 100 € und entfällt dann bis A 11. Anwärter sind befreit.
- Frist und Antragsgrenze: Beihilfe gibt es nur, wenn Du sie innerhalb eines Jahres nach dem Rechnungsdatum beantragst — maßgeblich ist der Eingang bei der PBeaKK. Ein Antrag ist erst ab 100 € Rechnungssumme möglich.
- Wahlleistungen: Chefarzt und Zweibettzimmer sind im Saarland nicht beihilfefähig — dafür brauchst Du einen PKV-Baustein, der sie vollständig übernimmt.
- Rechtsgrundlage ist die Saarländische Beihilfeverordnung (BhVO). Stand: September 2026.
Was das Saarland erstattet
Das Saarland folgt dem Standardmodell. Dein persönlicher Satz richtet sich nach Status, Familienstand und Kindern.
| Personengruppe | Beihilfesatz | Anmerkung |
|---|---|---|
| Aktive Beamte | 50 % | Regelsatz ohne bzw. mit einem berücksichtigungsfähigen Kind |
| Aktive Beamte ab 2 Kindern | 70 % | ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern |
| Ehe-/Lebenspartner | 70 % | nur unterhalb der Einkommensgrenze |
| Berücksichtigungsfähige Kinder | 80 % | solange im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig |
| Versorgungsempfänger | 70 % | im Ruhestand |
Wer die Anträge bearbeitet — und warum es keine pauschale Beihilfe gibt
Formal zuständig ist die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBS) im Landesamt für Zentrale Dienste. Bearbeitet werden die Beihilfeanträge der Landesbeamtinnen und -beamten seit 2024 aber von den Beihilfediensten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK): Post geht an PBeaKK Beihilfedienste Saarland, 70644 Stuttgart, digital über die App „PBeaKKDirekt“. Eine pauschale Beihilfe gibt es im Saarland bisher nicht.
- Keine Beihilfe für Wahlleistungen: Chefarzt und Zweibettzimmer sind nicht beihilfefähig — ein Wahlleistungsbaustein zu 100 % gehört im Saarland in jeden Tarif.
- Kein Zuschuss zur GKV: Bleibst Du freiwillig gesetzlich versichert, zahlst Du den Beitrag ohne Arbeitgeberanteil in voller Höhe selbst.
- Die klassische Beihilfe bleibt der Weg: Beihilfe plus beihilfekonforme PKV ist für gesunde Beamte fast immer günstiger.
- Anonyme Voranfrage: Vor jedem Antrag klären wir anonym, wer Dich zu welchen Konditionen annimmt.
Kostendämpfungspauschale & Einkommensgrenze
Zwei Details, die über die tatsächliche Erstattung entscheiden — im Saarland besonders relevant.
Kostendämpfungspauschale
Das Saarland erhebt eine Kostendämpfungspauschale von 50 bis 700 € pro Jahr (2026), die von Deiner Beihilfe einbehalten wird — die genaue Höhe richtet sich nach Deiner Besoldungsgruppe zu dem Zeitpunkt, an dem Dein erster Antrag im Kalenderjahr eingeht. Zum 1. Januar 2027 sinkt sie um weitere 100 € und entfällt dann bis A 11; Anwärter sind befreit. Diesen jährlichen Eigenanteil solltest Du bei der Wahl von Tarif und Selbstbehalt berücksichtigen, damit die Rechnung am Ende aufgeht.
Einkommensgrenze für den Ehepartner
Dein Ehe- oder Lebenspartner erhält nur dann Beihilfe über Dich, wenn der Gesamtbetrag seiner Einkünfte unter der Einkommensgrenze liegt. Für Anträge bis 31. Dezember 2026 liegt sie im Saarland bei 19.087 € — maßgeblich sind die Einkünfte im zweiten Kalenderjahr vor der Antragstellung, für 2026 also 2024. Die Grenzen aller Länder findest Du unter Beihilfe für Ehepartner.
Beihilfe Saarland — kurz beantwortet
Wie hoch ist die Beihilfe im Saarland?
Gibt es im Saarland die pauschale Beihilfe?
Wer bearbeitet im Saarland die Beihilfe?
Beihilfe, PKV, Absicherung — wir sortieren das für Dich.
Der kostenlose Beamten-Check ordnet Deine Situation nach dem im Saarland geltenden Recht ein — verständlich, unverbindlich und ohne Verkaufsdruck. Bundesweit digital.
Kostenlosen Beamten-Check starten → Andere BundesländerSo läuft die Beihilfe in Saarland konkret
Rechtsgrundlage ist die Saarländische Beihilfeverordnung (BhVO). Wichtig für die Frist: Beihilfe wird nur gewährt, wenn Du sie innerhalb eines Jahres nach dem Rechnungsdatum beantragst; maßgeblich ist der Eingang bei der PBeaKK.
Festsetzungsstelle ist die Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBS); bearbeitet werden die Anträge von den Beihilfediensten der PBeaKK (70644 Stuttgart, App „PBeaKKDirekt“).
Weitere kostenlose Unterlagen für Anwärter und Referendare findest Du im Downloadbereich.
Was verdienst Du im Vorbereitungsdienst in Saarland?
Der Anwärtergrundbetrag liegt in Saarland im mittleren Dienst bei 1.483,52 € im Monat. Alle Eingangsämter, die zuständige Bezügestelle und was nach Steuer und PKV-Beitrag übrig bleibt, findest Du unter Anwärterbezüge Saarland.
Beihilfe in den Nachbarländern von Saarland
Die Beihilfe ist Ländersache: Bemessungssätze, Kostendämpfungspauschale und die Möglichkeit der pauschalen Beihilfe unterscheiden sich von Land zu Land. Wer den Dienstherrn wechselt, sollte das vorher prüfen.
Beihilfe in Rheinland-Pfalz
Keine pauschale Beihilfe — klassische Beihilfe plus beihilfekonformer PKV-Resttarif.
Zu Rheinland-PfalzBeihilfe in Hessen
Keine pauschale Beihilfe — klassische Beihilfe plus beihilfekonformer PKV-Resttarif.
Zu HessenBeihilfe in Baden-Württemberg
Pauschale Beihilfe als Alternative möglich — Bemessungssätze und Beihilfestelle im Überblick.
Zu Baden-WürttembergBeihilfe in Nordrhein-Westfalen
Keine pauschale Beihilfe — klassische Beihilfe plus beihilfekonformer PKV-Resttarif.
Zu Nordrhein-Westfalen