PKV-Beitragserhöhung 2027: Was Du als Beamter jetzt wissen und tun kannst
Post vom Versicherer im Herbst 2026, der Beitrag soll ab 1. Januar 2027 steigen? Hier bekommst Du den Zeitplan, die Checkliste für Dein Anpassungsschreiben und die Reihenfolge, in der Du Deine Hebel ziehst — ohne Panik und ohne vorschnell zu kündigen.
Aktualisiert: 5. Oktober 2026 · 14 Min. Lesezeit
- 2026 oder 2027? Beides meint dieselbe Runde: Das Schreiben kommt im Herbst 2026, der höhere Beitrag gilt ab 1. Januar 2027. Dafür muss es Dir samt Begründung bis Ende November 2026 zugehen (§ 203 Abs. 5 VVG).
- Ab Zugang hast Du zwei Monate für das Sonderkündigungsrecht (§ 205 Abs. 4 VVG) — kündigen solltest Du als Beamter aber nie, bevor der Anschluss steht.
- Erster Hebel ist fast immer der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG — Alterungsrückstellungen bleiben, eine Gesundheitsprüfung darf der Versicherer nur für Mehrleistungen verlangen.
- Beamte trifft es abgemildert: Die Beihilfe trägt mindestens die Hälfte der Krankheitskosten, Deine PKV nur den Rest.
- Zum Vergleich: Zum 1. Januar 2026 stiegen die Beiträge für rund 60 % der Versicherten um durchschnittlich 13 %, die Pflegepflichtversicherung für Beihilfeberechtigte um 6 % (PKV-Verband). Für die Runde 2027 gibt es noch keine Branchenzahl (Stand: 5. Oktober 2026) — was bisher bekannt ist.
- Wann gilt Dein neuer Beitrag, bis wann kannst Du kündigen? Das rechnet Dir der Fristenrechner aus.
Beitragserhöhung 2027: Was bis heute bekannt ist
Stand: 5. Oktober 2026 · Wir ergänzen diesen Abschnitt, sobald Verband oder Versicherer Zahlen veröffentlichen.
- Noch keine Durchschnittswerte: Weder der PKV-Verband noch einer der großen Beihilfeversicherer hat bisher eine Prozentzahl für die Anpassung zum 1. Januar 2027 veröffentlicht. Werte, die für einzelne Gesellschaften im Netz kursieren — etwa für AXA/DBV, Concordia oder R+V —, konnten wir weder beim Versicherer noch in der Fachpresse bestätigen. Wir nennen sie deshalb nicht. Maßgeblich ist allein Dein persönliches Schreiben.
- Der Kostendruck hält an: Die Leistungsausgaben der PKV stiegen 2025 um knapp über 7 % auf 42,1 Milliarden Euro. Die Rating-Agentur Assekurata stellt fest, die Beitragsanpassungen der Vorjahre hätten den Anstieg nicht ausgeglichen — „deshalb kam es auch 2026 erneut zu überdurchschnittlichen Beitragsanpassungen“ (Assekurata, 27.05.2026).
- Erste Gesellschaft legt Stand offen: Die Signal Iduna bestätigt Beitragsstabilität für 2027 nur für die Tarife in ihren Treuhänder-Garantieurkunden (Stand Mai 2026); bei allen anderen Tarifen ist die Prüfung nach eigenen Angaben noch nicht abgeschlossen, die Kundenanschreiben gehen im November raus (Signal Iduna). Die Versicherungskammer Bayern hat Beitragsgarantien 2027 nur für einzelne Neugeschäftstarife der Vollversicherung veröffentlicht — Beihilfetarife sind darin nicht enthalten (VKB, Garantieliste 2027).
- Pflegereform beschlossen (30.09.2026): Das Bundeskabinett hat das Pflegeneuordnungsgesetz auf den Weg gebracht. Der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung bleibt bei 3,6 %, der Kinderlosenzuschlag steigt zum 1. Januar 2027 auf 0,9 %. Einen Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung enthält der Entwurf nicht — die Frage geht an eine Pflegekommission, die bis Ende Januar 2027 Vorschläge vorlegen soll (beck-aktuell). Der PKV-Verband hält einen solchen Ausgleich für „verfassungsrechtlich nicht haltbar“ (PKV-Verband, 28.09.2026). Für Deinen Beitrag zur privaten Pflegepflichtversicherung zum 1. Januar 2027 gilt: Er steht in Deinem Anpassungsschreiben.
- Politische Debatte: Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 21. September 2026 das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung als „Gerechtigkeitsproblem“ bezeichnet; die Bundesregierung stellte klar, ein Systemwechsel sei nicht geplant (ZDFheute). Auf die Anpassung zum 1. Januar 2027 hat die Debatte keinen Einfluss — sie folgt den gesetzlichen Regeln in § 203 VVG und § 155 VAG.
- Rechengrößen 2027 (Verordnungsentwurf): Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung soll auf 76.500 Euro im Jahr steigen, die Versicherungspflichtgrenze auf 84.150 Euro (PKV-Verband, 21.09.2026). Für Beamte spielt die Versicherungspflichtgrenze keine Rolle: Du bist ohne Rücksicht auf Dein Einkommen versicherungsfrei (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Relevant wird sie nur für einen angestellten Ehepartner.
Fristenrechner: Wann gilt Dein neuer Beitrag?
Trag ein, wann Dich das Anpassungsschreiben erreicht hat. Der Rechner zeigt, ab wann die Erhöhung frühestens wirksam wird (§ 203 Abs. 5 VVG) und bis wann Du das Sonderkündigungsrecht ausüben kannst (§ 205 Abs. 4 VVG).
Beitragsanpassungen gehören zum System der privaten Krankenversicherung — nach der kräftigen Erhöhung zum 1. Januar 2026 kommen jetzt im Herbst 2026 die Schreiben für den 1. Januar 2027. Wer die Mechanik dahinter versteht, reagiert besser: nicht mit Panik, sondern mit den richtigen Stellschrauben in der richtigen Reihenfolge.
1. Warum die Beiträge steigen
Eine PKV darf ihre Beiträge nicht nach Belieben anheben. Der Versicherer muss seine Beiträge jährlich überprüfen: Weichen die Leistungsausgaben um mehr als 10 % (in vielen Tarifen schon ab 5 %) oder die Sterbewahrscheinlichkeiten um mehr als 5 % von der Kalkulation ab, muss er neu rechnen — und ein Treuhänder muss zustimmen (§ 155 VAG, § 203 Abs. 2 VVG). Auslöser der Erhöhung zum 1. Januar 2026 waren massiv gestiegene Gesundheitskosten. Die größten Treiber laut PKV-Verband (Ausgabenentwicklung 2024):
- Pflegekosten im Krankenhaus: +17,57 % — Folge der neuen Personalvorgaben und Tarifabschlüsse.
- Allgemeine Krankenhausleistungen: über +10 %.
- Arzneimittel: fast +10 %, Heilmittel (Physiotherapie & Co.): rund +9 %.
- Ambulante Arztbehandlungen: über +8 %.
- Dazu kommen mehr Behandlungen: Die Fallzahlen stiegen 2022 bis 2024 um +10,9 %.
Wichtig zur Einordnung: Dieselben Kosten treffen auch die gesetzlichen Kassen — dort zeigen sie sich als steigende Zusatzbeiträge und angehobene Beitragsbemessungsgrenze.
2. Beitragserhöhung 2027: Zeitplan und Checkliste
Mal liest Du „Beitragserhöhung 2026“, mal „2027“ — gemeint ist dieselbe Runde: Die Versicherer verschicken ihre Schreiben im Herbst 2026, der höhere Beitrag gilt ab 1. Januar 2027. Wirksam wird eine Anpassung dabei erst zu Beginn des zweiten Monats, nachdem Dir die Mitteilung samt den maßgeblichen Gründen zugegangen ist (§ 203 Abs. 5 VVG). Für den 1. Januar 2027 muss Dein Schreiben also bis Ende November 2026 ankommen — ein Schreiben, das Dich erst im Dezember erreicht, wirkt frühestens ab 1. Februar 2027.
| Zugang des Schreibens (Beispiel) | Neuer Beitrag frühestens ab | Sonderkündigung bis |
|---|---|---|
| 20. November 2026 | 1. Januar 2027 | 20. Januar 2027 — mit Wirkung zum 1. Januar 2027 |
| 3. Dezember 2026 | 1. Februar 2027 | 3. Februar 2027 — mit Wirkung zum 1. Februar 2027 |
Kündigen solltest Du als Beamter trotzdem nur, wenn der neue Vertrag lückenlos steht: Die Kündigung wird erst wirksam, wenn Du die Anschlussversicherung nachweist (§ 205 Abs. 6 VVG). Die Daten für Deinen Vertrag rechnet der PKV-Wechsel-Rechner aus.
Checkliste: Das prüfst Du in Deinem Anpassungsschreiben
- Termin: Ab wann gilt der neue Beitrag — und passt das zum Tag, an dem Dich das Schreiben erreicht hat?
- Begründung: Nennt der Versicherer, welche Rechnungsgrundlage die Anpassung ausgelöst hat — die Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeiten? Warum das zählt.
- Welche Bausteine steigen: Oft betrifft die Anpassung nur einzelne Tarife, etwa die Beihilfeergänzung oder die Pflegepflichtversicherung.
- Bisheriger und neuer Beitrag je Baustein: Notiere beide Beträge, bevor Du Alternativen vergleichst.
- Hinweis auf den Tarifwechsel: Der Versicherer muss Dich auf Dein Recht nach § 204 VVG hinweisen; bist Du 60 oder älter, muss er konkrete günstigere Tarife mit gleichartigem Schutz nennen (§ 6 Abs. 2 VVG-InfoV).
- Beihilfesatz: Passt der Tarif noch zu Deinem Beihilfesatz? Steht ein Wechsel an — Ruhestand, Kinder —, gehört das in dieselbe Prüfung.
- Frist: Zwei Monate ab Zugang für das Sonderkündigungsrecht — Datum sofort notieren.
3. Ist die Erhöhung überhaupt wirksam?
Eine Beitragsanpassung ist nur wirksam, wenn Dir der Versicherer die maßgeblichen Gründe mitteilt (§ 203 Abs. 5 VVG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss das Schreiben angeben, welche Rechnungsgrundlage — die Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeiten — sich so verändert hat, dass neu gerechnet werden musste. Wie stark sie sich verändert hat, muss nicht drinstehen (BGH, Urteile vom 19.12.2018 – IV ZR 255/17 und vom 16.12.2020 – IV ZR 294/19).
Fehlt diese Angabe, wird die Erhöhung erst wirksam, wenn der Versicherer die Begründung ordnungsgemäß nachholt. Was Du bis dahin zu viel gezahlt hast, kannst Du zurückverlangen. Der Anspruch verjährt nach der regelmäßigen Frist von drei Jahren (BGH, Urteil vom 17.11.2021 – IV ZR 113/20) — wer eine Erhöhung angreifen will, sollte deshalb nicht lange warten.
4. Kann ich der Beitragserhöhung widersprechen?
Ein Widerspruchsrecht im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Ist die Anpassung ordnungsgemäß zustande gekommen — veränderte Rechnungsgrundlage, Zustimmung des Treuhänders, mitgeteilte Gründe, eingehaltene Frist —, wird sie wirksam, auch wenn Du nicht zustimmst. Ein Musterbrief „Widerspruch gegen die Beitragserhöhung“ ändert daran nichts. Was Du tatsächlich tun kannst:
- Die Begründung prüfen lassen: Fehlen die maßgeblichen Gründe, wird die Erhöhung erst mit ihrer Nachholung wirksam (siehe oben). Das ist eine Rechtsfrage — zuständig sind die Verbraucherzentrale oder eine Fachanwältin für Versicherungsrecht.
- Den PKV-Ombudsmann anrufen: Die Schlichtungsstelle der Branche ist für Versicherte kostenfrei. 2025 gingen dort 9.755 Anträge ein; Beitragsanpassungen nahmen leicht zu, spielten aber laut Tätigkeitsbericht „keine herausragende Rolle“ (PKV-Verband, 30.01.2026).
- Die Erhöhung auffangen: Der Tarifwechsel nach § 204 VVG senkt den Beitrag oft stärker, als jede Auseinandersetzung über die Begründung einbringt — siehe die Hebel weiter unten.
5. Rückblick: die Erhöhung zum 1. Januar 2026
| Kennzahl | Wert zum 1. Januar 2026 |
|---|---|
| Durchschnittliche Erhöhung | +13 % |
| Betroffene Versicherte | rund 60 % |
| PKV-Durchschnittsbeitrag 2026 | rund 617 € / Monat |
| Zum Vergleich: GKV-Gesamtbeitrag | knapp 770 € (Durchschnittsverdiener) bis rund 1.030 € (Beitragsbemessungsgrenze) |
| Private Pflegepflichtversicherung | +6 % (mit Beihilfeanspruch) · +16 % (übrige) |
| Langfristige Entwicklung 2006–2026 | PKV +3,4 % pro Jahr je Versicherten · GKV +3,9 % |
| Ausblick GKV 2027 | Beitragsbemessungsgrenze 6.375 € im Monat statt 5.812,50 € (Verordnungsentwurf, +9,7 %) |
Quellen: Verband der Privaten Krankenversicherung (pkv.de) zur Erhöhung zum 1. Januar 2026 und Meldung vom 21.09.2026 zur Beitragsbemessungsgrenze 2027. Alle Werte sind Durchschnitte — Dein Tarif kann abweichen. Die Branchenzahlen für die Runde 2027 tragen wir nach, sobald der Verband sie veröffentlicht (Stand: 5. Oktober 2026 noch nicht erschienen).
6. Was das für Beamte bedeutet
Zweistellige Prozentzahlen klingen dramatisch — für Beamte relativieren sie sich aus drei Gründen:
- Restkostenprinzip: Dein Dienstherr trägt über die Beihilfe mindestens 50 % Deiner Krankheitskosten. Deine PKV versichert nur den Rest — eine prozentuale Erhöhung trifft also einen deutlich kleineren Beitrag als bei einem Vollversicherten mit 617 € Durchschnittsbeitrag.
- Steigender Beihilfesatz: Ab dem zweiten Kind und in der Pension steigt die Beihilfe in den meisten Ländern auf 70 % — Dein PKV-Anteil wird dann strukturell kleiner.
- Pflegepflichtversicherung: Mit Beihilfeanspruch lag die Anpassung zum 1. Januar 2026 bei +6 % statt +16 %.
Für Anwärter gilt zusätzlich: Die stark reduzierten Ausbildungstarife bleiben die günstigste Absicherung überhaupt — eine Erhöhungswelle ist kein Grund, den Einstieg in den Anwärtertarif aufzuschieben. Im Gegenteil: Bei vielen Gesellschaften bleibt das Eintrittsalter bei Vertragsbeginn erhalten — lass Dir die Umstellungsregel im Angebot bestätigen.
Der gesetzliche Zuschlag: Dein Puffer gegen Erhöhungen im Alter
In der Krankheitskostenversicherung zahlst Du ab dem Kalenderjahr nach Deinem 21. Geburtstag bis zu dem Jahr, in dem Du 60 wirst, einen gesetzlichen Zuschlag von 10 % auf den Beitrag (§ 149 VAG). Er fließt vollständig in Deine Alterungsrückstellung: Ab 65 finanziert er Beitragserhöhungen, ab 80 wird nicht verbrauchtes Geld zur Beitragssenkung eingesetzt (§ 150 VAG). Der Zuschlag gilt für die Bausteine, die Krankheitskosten erstatten, nicht für Zusatzbausteine wie ein Krankenhaustagegeld. Wer im Alter weniger Erhöhungen spüren will, kündigt ihn also nicht — er ist gesetzlich vorgeschrieben und arbeitet für Dich.
Für Beamte gilt die Versicherungspflichtgrenze nicht
Die Versicherungspflichtgrenze 2027 soll laut Verordnungsentwurf auf 84.150 Euro steigen (PKV-Verband, 21.09.2026). Für Angestellte erschwert das den Weg in die PKV. Dich betrifft es nicht: Als Beamter bist Du ohne Rücksicht auf Dein Einkommen versicherungsfrei (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Wichtig wird die Grenze nur, wenn Dein Ehepartner angestellt ist und über einen Wechsel in die PKV nachdenkt.
7. Welche PKV erhöht 2027? Stand bei den Beihilfeversicherern
Was die Gesellschaften bis heute selbst zur Runde 2027 veröffentlicht haben (Stand: 5. Oktober 2026). Fehlt eine Angabe, hat der Versicherer nach unserer Recherche noch nichts öffentlich gemacht — das sagt nichts darüber, ob Dein Tarif steigt.
| Versicherer | Öffentlich bekannt zur Anpassung zum 1. Januar 2027 |
|---|---|
| Debeka | Noch keine Angaben; die Infoseite der Debeka behandelt die Anpassung zum 1. Januar 2026 |
| HUK-Coburg | Noch keine Angaben |
| Barmenia (BarmeniaGothaer) | Noch keine Angaben |
| DBV (AXA) | Noch keine Angaben für 2027; die AXA-Infoseite behandelt die Anpassung zum 1. Juli 2026 |
| Signal Iduna | Stabilität nur für Tarife der Treuhänder-Garantieurkunden; übrige Tarife noch in Prüfung, Anschreiben im November; 2026: rund 21,3 % in der Vollversicherung |
| HanseMerkur | Noch keine Angaben |
| ARAG | Noch keine Angaben |
| Bayerische Beamtenkrankenkasse | Beitragsgarantien 2027 der Versicherungskammer nur für einzelne Neugeschäftstarife der Vollversicherung — keine Beihilfetarife |
| R+V | Noch keine Angaben |
| Hallesche | Noch keine Angaben |
Quellen: Signal Iduna · Versicherungskammer Bayern · AXA · Debeka. Hast Du Dein Schreiben schon? Rechne die Erhöhung nach — und lass uns Deine Zahl kostenlos einordnen.
8. Deine fünf Hebel — in dieser Reihenfolge
- Schreiben prüfen, Fristen notieren. Wann wird die Erhöhung wirksam — frühestens zu Beginn des zweiten Monats nach Zugang (§ 203 Abs. 5 VVG)? Ab Zugang der Mitteilung läuft die Zwei-Monats-Frist für das Sonderkündigungsrecht (§ 205 Abs. 4 VVG). Nichts überstürzen — aber die Frist kennen. Den genauen Stichtag für Deinen Vertrag rechnet der PKV-Wechsel-Rechner aus.
- Tarifwechsel nach § 204 VVG prüfen. Dein Recht auf Wechsel in gleichartige, oft günstiger kalkulierte Tarife desselben Versicherers — mit voller Mitnahme der Alterungsrückstellungen und ohne neue Gesundheitsprüfung, soweit der neue Tarif nicht mehr leistet. Fast immer der stärkste Hebel: So funktioniert der Tarifwechsel.
- Selbstbehalt mit Augenmaß. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag — aber die Beihilfe erstattet ihn nicht, Du trägst ihn allein. Für Beamte lohnt er sich seltener als für Selbstständige.
- Leistungsbausteine gegen den Bedarf stellen. Passt der Tarif noch zu Beihilfesatz und Lebenssituation? Fehlt umgekehrt ein Beihilfeergänzungstarif für Wahlleistungen oder Zahnersatz-Lücken?
- Alles zusammen einmal gegenchecken lassen. Unser Tarifcheck stellt die Optionen kostenfrei nebeneinander — an keine Gesellschaft gebunden und ohne Erfolgshonorar. Direkt starten kannst Du mit dem Beitragserhöhungs-Rechner.
9. Was Du nicht tun solltest
- Kündigen ohne nahtlosen Anschluss: In Deutschland gilt Versicherungspflicht (§ 193 VVG) — und als Beamter brauchst Du lückenlos beihilfekonformen Schutz.
- Den Versicherer im reiferen Alter wechseln: Die Alterungsrückstellungen bleiben größtenteils beim alten Versicherer zurück; dazu kommt eine neue Gesundheitsprüfung. Ab Mitte 40 rechnet sich das nur in Ausnahmefällen.
- Ein Erfolgshonorar zahlen, ohne zu vergleichen: Manche Dienstleister verlangen ein Mehrfaches der Monatsersparnis. Den Wechsel nach § 204 VVG kannst Du auch selbst beantragen — achte darauf, dass keine wichtigen Leistungen wegfallen.
- Auf die GKV hoffen: Als Beamter bist Du versicherungsfrei (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V); freiwillig versichern kann sich nur, wer die Vorversicherungszeit erfüllt (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 SGB V) — das haben PKV-Versicherte meist nicht. Selbst dann zahlst Du den Beitrag allein; einen Zuschuss gibt es nur in Ländern mit pauschaler Beihilfe.
10. Fazit
Deine Gesellschaft im Detail
Zu diesen zehn Gesellschaften haben wir eigene Beitragserhöhungs-Seiten mit den Besonderheiten für Beamte und Anwärter — jeweils mit den Erkenntnissen aus unserer Anwärter-Vergleichsanalyse:
Debeka-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der Debeka — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur Debeka-SeiteHUK-Coburg-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der HUK-Coburg — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur HUK-Coburg-SeiteBarmenia-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der Barmenia — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur Barmenia-SeiteDBV-Beitragserhöhung 2027 (AXA)
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der DBV — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur DBV-SeiteSignal-Iduna-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der Signal Iduna — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur Signal-Iduna-SeiteHanseMerkur-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der HanseMerkur — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur HanseMerkur-SeiteARAG-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der ARAG — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur ARAG-SeiteBeitragserhöhung 2027 der Bayerischen Beamtenkrankenkasse
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der Bayerischen Beamtenkrankenkasse — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur BBKK-SeiteR+V-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der R+V — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur R+V-SeiteHallesche-Beitragserhöhung 2027
Einordnung, §-204-Optionen und Anwärter-Besonderheiten bei der Halleschen — plus kostenfreier Check Deines Erhöhungsschreibens.
Zur Hallesche-SeiteHäufige Fragen zur Beitragserhöhung
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