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Beamten-Lexikon

Ruhegehaltssatz: Die Formel hinter Deiner Pension

Der Ruhegehaltssatz bestimmt Deine Pension: 1,79375 % je Dienstjahr, maximal 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge. Rechenweg und Mindestversorgung erklärt.

Ruhegehaltssatz — das Wichtigste in Kürze

  • Je ruhegehaltfähigem Dienstjahr wächst Deine Pension um 1,79375 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
  • Das Maximum liegt bei 71,75 % — erreicht nach 40 Dienstjahren.
  • Nach unten sichert die amtsunabhängige Mindestversorgung ab (rund 2.100 € brutto, Stand Mai 2026).

Stand: August 2026

Definition

Was ist der Ruhegehaltssatz?

Die Beamtenpension ist keine Rente, sondern ein Ruhegehalt — berechnet aus zwei Größen: den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen (im Kern das letzte Grundgehalt samt bestimmter Zuschläge) und dem Ruhegehaltssatz. Der Satz wächst mit jedem ruhegehaltfähigen Dienstjahr um 1,79375 Prozentpunkte, bis maximal 71,75 % nach 40 Jahren.

Ein Beispiel zur Einordnung: Wer 30 Dienstjahre erreicht, kommt auf rund 53,8 % — deutlich unter dem Maximum. Frühe Dienstunfähigkeit, Teilzeitphasen und späte Verbeamtung drücken den Satz zusätzlich.

Was das für Dich als Beamter heißt

Der Satz ist der Schlüssel zu jeder Versorgungsfrage: Bei Dienstunfähigkeit wird er aus den tatsächlichen Dienstjahren plus Zurechnungszeit berechnet — das Ergebnis liegt gerade bei jungen Beamten oft nur knapp über der Mindestversorgung. Wie groß Deine Lücke zwischen letztem Nettogehalt und Ruhegehalt wäre, zeigt der DU-Lücke-Rechner. Zum Vergleich mit der gesetzlichen Rente: Pension vs. Rente.

Häufige Fragen

Ruhegehaltssatz: kurz beantwortet

Zählt meine Ausbildungszeit für den Ruhegehaltssatz mit?
Teilweise — bestimmte Ausbildungs- und Studienzeiten sind begrenzt ruhegehaltfähig, die Details regeln Bund und Länder unterschiedlich. Verlässlich ist nur der Blick in Deine Versorgungsauskunft; als Faustregel gilt: Die Anwärterzeit selbst zählt mit, Hochschulzeiten nur begrenzt.
Was bedeutet die Mindestversorgung?
Fällt das errechnete Ruhegehalt zu niedrig aus — etwa bei früher Dienstunfähigkeit — greift die amtsunabhängige Mindestversorgung von rund 2.100 € brutto (Stand Mai 2026). Sie ist das Netz nach unten, ersetzt aber kein volles Einkommen: Genau hier entsteht die DU-Lücke.
Erreiche ich die 71,75 % automatisch?
Nur mit 40 vollen ruhegehaltfähigen Dienstjahren — wer mit 30 verbeamtet wird, schafft das bis zur Regelaltersgrenze rechnerisch kaum. Teilzeit zählt anteilig. Ein realistischer Blick auf den eigenen Satz gehört deshalb in jede Ruhestandsplanung.
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