Alterungsrückstellung — das Wichtigste in Kürze
- Ein Teil Deines PKV-Beitrags wird verzinst zurückgelegt, um den Beitrag im Alter zu stabilisieren — das ist die Alterungsrückstellung.
- Beim Tarifwechsel innerhalb Deines Versicherers (§ 204 VVG) bleibt sie vollständig erhalten.
- Bei Kündigung und Wechsel des Versicherers geht ein Teil verloren; für ab 2009 geschlossene Verträge ist immerhin ein Übertragungswert mitnehmbar.
Stand: August 2026
Was ist die Alterungsrückstellung?
Die private Krankenversicherung kalkuliert anders als die gesetzliche: Weil Krankheitskosten mit dem Alter steigen, zahlst Du in jungen Jahren mehr, als Deine Behandlungen tatsächlich kosten. Diesen Überschuss legt der Versicherer verzinst für Dich zurück — als Alterungsrückstellung. Im Alter wird sie aufgelöst und dämpft Deinen Beitrag.
Die Alterungsrückstellung ist der Grund, warum ein früher PKV-Einstieg doppelt lohnt: Je länger angespart wird, desto größer das Polster — und desto stabiler der Beitrag im Ruhestand.
Was das für Dich als Beamter heißt
Für Beamte ist die Alterungsrückstellung vor allem bei zwei Entscheidungen wichtig: Beim Ärger über eine Beitragserhöhung ist der interne Tarifwechsel nach § 204 VVG fast immer klüger als die Kündigung — denn intern nimmst Du die komplette Rückstellung mit, beim Versichererwechsel nur einen Teil. Und beim Blick auf den Anwärtertarif gilt: Auch dort wird bereits Rückstellung aufgebaut, die später im Volltarif weiterwirkt.
Alterungsrückstellung: kurz beantwortet
Verliere ich meine Alterungsrückstellung, wenn ich den Versicherer wechsle?
Baut auch der Anwärtertarif eine Alterungsrückstellung auf?
Was passiert mit der Rückstellung, wenn ich in die GKV zurückkehre?
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