Risikozuschlag — das Wichtigste in Kürze
- Ein Beitragsaufschlag für erhöhte Gesundheitsrisiken: Die PKV kalkuliert Vorerkrankungen über den Risikozuschlag ein.
- Über die Öffnungsaktion für Beamte ist der Zuschlag auf maximal 30 % gedeckelt — Ablehnung und Leistungsausschlüsse sind dort ausgeschlossen.
- Vor jedem Antrag sinnvoll: die anonyme Risikovoranfrage — Konditionen klären, bevor irgendwo Dein Name aktenkundig wird.
Stand: August 2026
Was ist der Risikozuschlag?
Die private Krankenversicherung prüft vor Vertragsschluss Deine Gesundheit. Ergibt die Prüfung ein erhöhtes Risiko — chronische Erkrankung, laufende Behandlung, relevante Vorgeschichte — hat der Versicherer drei Möglichkeiten: annehmen mit Risikozuschlag, annehmen mit Leistungsausschluss oder ablehnen. Der Zuschlag ist ein prozentualer Aufschlag auf den Tarifbeitrag und kann befristet oder dauerhaft sein.
Ein Zuschlag ist dabei oft die beste der drei Varianten: Du zahlst mehr, bist aber voll versichert — anders als beim Leistungsausschluss, der genau die Baustelle unversichert lässt, die Dich am wahrscheinlichsten trifft.
Was das für Dich als Beamter heißt
Beamte haben zwei Trümpfe: Erstens die Öffnungsaktion — binnen sechs Monaten nach Verbeamtung nehmen die teilnehmenden Versicherer ohne Ablehnung und ohne Ausschlüsse auf, Zuschlag höchstens 30 %. Zweitens die anonyme Risikovoranfrage: Wir fragen die Konditionen ohne Deinen Namen bei mehreren Gesellschaften ab, und erst wenn das Ergebnis passt, stellst Du den echten Antrag. So entsteht keine Ablehnung, die Du in späteren Anträgen angeben müsstest.
Zuschlag schon im Vertrag? Nach § 41 VVG kannst Du die Herabsetzung verlangen, sobald der Grund dafür dauerhaft weggefallen ist — von selbst endet er nie. Wie der Antrag geht, steht unter Risikozuschlag zu hoch.
Risikozuschlag: kurz beantwortet
Kann der Risikozuschlag später wieder wegfallen?
Ist ein Zuschlag schlimmer als ein Leistungsausschluss?
Sieht der nächste Versicherer, dass ich woanders einen Zuschlag bekommen habe?
Verwandte Begriffe
Begriffe verstehen ist gut. Richtig abgesichert sein ist besser.
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